Herz-Mariae-Suehnesamstag

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Sr.Lucia während der Erscheinung der Gottesmutter

Warum Sühnesamstage?

Am 13. Juli 1917 vertraut die Gottesmutter den drei Seherkindern ein dreiteiliges Geheimnis an: Die Höllenvision: Ihre Existenz wird bestätigt und um Gebet für die Bekehrung verlangt. Nicht "Angst" - sondern in Kenntnis der Tatsache steht die "Änderung des Lebens" im Vordergrund. Keine Welt ohne Gott!

Die Weihe an Ihr Unbeflecktes Herz: Um Frieden für die Menschheit zu erlangen und der Zerstörung von Seelen und menschlicher Kultur Einhalt zu gebieten, wird Sie "wiederkommen, um die Weihe an mein Unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen des Monats zu verlangen" (geschehen am 10. Dezember 1925). Dies ist die Bedingung für den Frieden. Wenn die Menschheit dies getan hat, wird "am Ende mein Unbeflecktes Herz triumphieren!"

Zukunft mit oder ohne Gott Die Menschheit darf erneut frei entscheiden. Mit Gott: der geschenkte Frieden! Ohne Gott: Erstarken der Sünde und totale Abkehr von Gott bis auf eine Minderheit treu glaubender Menschen! So oder so: "Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren!" Das steht fest. Doch wie die Menschheit zu diesem Frieden gelangt - der Weg kann verschieden sein! Friede ist in jedem Falle ein Geschenk Gottes, das erreicht wird entweder durch Bekehrung und die Weihe an Mariens Unbeflecktes Herz oder durch viel Leid und Not. Die Bedingung für den Frieden wurde an die Marienweihe gebunden!

Warum an fünf Samstagen?

"Am 10. Dezember (1925) erschien mir die Heiligste Jungfrau in Pontevedra", schreibt Schwester Lucia, "in einer leuchtenden Wolke"; an der Seite der Gottesmutter war ein Kind zu sehen. Die Gottesmutter legte ihre Hand auf die Schultern Lucias und zeigte ein von Dornen umgebenes Herz, das sie in der rechten Hand hatte. Das Kind sagte: "Habe Mitleid mit dem Herzen deiner Heiligsten Mutter, umgeben von Dornen, mit denen die undankbaren Menschen es ständig durchbohren, ohne dass jemand einen Sühneakt machen würde, um sie herauszuziehen." Darauf sagte die Heiligste Jungfrau: "Meine Tochter, schau mein Herz, umgeben von Dornen, mit denen die undankbaren Menschen durch ihre Lästerungen und Undankbarkeiten es ständig durchbohren. Suche wenigstens du mich zu trösten und teile mit, dass ich verspreche, all jenen in der Todesstunde mit allen Gnaden, die für das Heil dieser Seelen notwendig sind, beizustehen, die fünf Monate lang jeweils am ersten Samstag beichten, die heilige Kommunion empfangen, einen Rosenkranz beten und mir während 15 Minuten durch Betrachtung der 15 Rosenkranzgeheimnisse Gesellschaft leisten in der Absicht, mir dadurch Sühne zu leisten."

Wie ernst es der Gottesmutter mit dieser Sühneleistung war, ist aus einer kurz darauf erfolgten Erscheinung ersichtlich. Lucia hatte über die Worte der Gottesmutter mit ihrem Beichtvater und mit der Oberin gesprochen. Doch beide hatten Schwierigkeiten mit dieser neuen Andachtsform. Als ihr am 15. Februar 1926, knapp zwei Monate nach dem Auftrag, das Jesuskind allein im Klostergarten erschien und danach fragte, ob die Andacht zu Seiner Mutter schon verbreitet werde, sprach sie von den Schwierigkeiten, der sie, eine Ordensfrau, bei solch einem Vorhaben, innerhalb der Klostermauern und zum Gehorsam verpflichtet, begegne.

Weiter berichtete sie dem Jesuskind, dass die Oberin schon einiges getan habe, um die Sühnesamstage zu verbreiten, der Beichtvater ihr jedoch mit dem Argument entgegentrat, dass sie allein nichts vermöge. Jesus gab ihr zur Antwort: "Es ist wahr, dass deine Oberin allein nichts vermag, aber mit meiner Gnade kann sie alles."

Was eingehalten werden muss

Es entspricht der göttlichen Barmherzigkeit, den Menschen Heilmittel im Kampf gegen die Sünde zur Verfügung zu stellen. Nach der Andachtsübung der neun ersten Freitage, den Herz-Jesu-Freitagen, wird nun der Weg zum Herz-Mariä-Samstag erschlossen. Das Versprechen Mariens unterscheidet sehr klar fünf Bedingungen und eine ausschliessliche Meinung:

An fünf aufeinander folgenden Samstagen

Der Beichtvater Lucias fragte eines Tages nach dem Grund der Fünferzahl. Lucia gab ihm nach einer inneren Eingebung folgende Antwort Jesu wieder: "Meine Tochter, der Grund ist einfach: Es geht um die fünf Arten von Beleidigungen des Unbefleckten Herzens Mariäs:

  1. Gegen die Sünder Unbefleckte Empfängnis
  2. Gegen die Jungfräulichkeit
  3. Gegen die Gottesmutterschaft, zugleich mit der Ablehnung, sie als Mutter der Menschen anzuerkennen
  4. Wegen all jenen, die öffentlich versuchen, den Kinderherzen die Gleichgültigkeit, die Verachtung und sogar den Hass gegen diese Unbefleckte Mutter einzuflössen
  5. Wegen jenen, die sie direkt in ihren heiligen Bildern verunehren."

Die persönliche Beichte

Wir sahen, dass die persönliche Beichte nicht am selben Tag sein muss. Sie muss jedoch für jeden der fünf ersten Samstage aufgeopfert werden in der ausgesprochenen Absicht, durch diese Beichte dem Unbefleckten Herzen einen Sühnebeitrag leisten zu wollen. Diese Absicht wird so sehr gefordert, dass am 15. Februar 1926 ausdrücklich das Nachholen gefordert wird, und zwar muss "die erste Gelegenheit" ausgenutzt werden, "die sie zur Beichte haben". Liegt darin nicht ein katechetischer Wert auch für unsere Zeit, die die Beichte fast völlig marginalisiert und vergessen hat? Die Worte Jesu stehen diesem Trend diametral entgegen! Lucia legte Jesus die Schwierigkeiten dar, die einige Seelen, welche mit den Samstagen begannen, gleich von Beginn an hatten, nämlich, dass es ihnen unmöglich war, an jenem Samstag zu beichten. Deshalb bat Lucia darum, dass eine vorhergehende Beichte doch acht Tage lang gültig sein möge. Jesus antwortete ihr: "Ja, es kann sogar viel länger sein, vorausgesetzt, dass sie im Stand der Gnade sind, wenn sie mich empfangen, und dass sie die Absicht haben, dem Unbefleckten Herzen Sühne zu leisten." Lucia notierte von diesem Zwiegespräch noch eine Frage, die sie gestellt hatte: "Mein Jesus, und wenn jemand vergisst, diese Meinung zu erwecken?" Jesus gab ihr zu verstehen: "Das können sie bei der nächstfolgenden Beichte tun, sofern sie die erste Gelegenheit ausnutzen, die sie zur Beichte haben."

Heilige Kommunion

Es geht hier eindeutig um den Kommunionempfang im Stande der heilig machenden Gnade, insbesondere für den Fall, dass die hl. Beichte nicht am selben Tag abgelegt werden kann. Auch hier wird die ausdrückliche Bedingung verlangt, die hl. Kommunion als Sühneakt zu verstehen.

Beten des Rosenkranzes

In allen Erscheinungen bat die Gottesmutter um das tägliche Beten des Rosenkranzes. Hier wird dieses Beten in ein Versprechen eingebaut.

Betrachtung über das geheimnisvolle Leben Jesu

Zusätzlich zum Rosenkranzgebet verlangt die Gottesmutter, dass wir in der Betrachtung der Geheimnisse aus dem Leben Jesu für mindestens 15 Minuten verweilen.

(Quelle: Fugel-Inglin, Fatima in Wort und Bild, 248 Seiten, Benedetto Verlag 2007)