Busse

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Busse - Genugtuung der Sünden

„Wenn wir nicht Buße tun, fallen wir zwar nicht in die Hände der Menschen Hände, aber in die Hände des Herrn“ (Sir. 2,22)

Buße ist ein Grundpfeiler des christlichen Lebens, über den Gott der Herr das Reich seiner Gnade in unserer Seele aufbaut.

Der hl. Glaube stellt uns die kräftigsten Beweggründe, innere und äußere, vor Augen, die uns darlegen, wie notwendig und wichtig die Buße ist.

Die Notwendigkeit

	Die Notwendigkeit der Buße ergibt sich wie von selbst aus inneren Gründen, nämlich aus der Stellung, in der wir als arme Sünder zu Gott stehen.
        Jede Sünde verlangt Sühne. Jede Sünde bringt zwei bittere Früchte hervor, eine Schuld und eine Strafe, eine Schuld wegen der durch die Sünde beleidigten göttlichen Majestät, 
        eine Strafe wegen der durch sie verletzten göttlichen Gerechtigkeit. 
        Die schwere Sünde bringt  eine schwere Schuld mit sich und die ewige Strafe der Hölle, die lässliche Schuld eine zeitliche Strafe für dieses Leben oder für das andere Leben im Fegfeuer. 
        Nun sind wir alle Sünder vor Gott dem Herrn; also müssen wir durch Buße Gott versöhnen, und zwar selber persönlich, weil wir selber gesündigt haben. 
        Wohl verzeiht uns der liebe Gott durch reumütige Beichte (sowie auch durch die vollkommene Reue) die Schuld unserer Sünden und läßt uns ihre ewigen Strafen nach; keineswegs aber werden wir durch das hl. Bußsakrament 
        (oder durch vollkommene Reue) jedes Mal so ausgesöhnt, dass wir keine zeitlichen Strafen, weder in diesem Leben noch im Fegfeuer, abzubüßen hätten. 
        Diese Lehre findet die durch den Glauben erleuchtete Vernunft auch ganz angemessen. 
        Es wäre fürwahr mit der Größe, Heiligkeit und Gerechtgkeit Gottes unvereinbar, dass uns Sünden verziehen würden ohne Buße.
        
        Die Buße fordert aber, dass sich der Mensch verdemütige, Opfer bringe und Ersatz leiste. 
        Wir waren dabei, als wir sündigten und Gott die Treue brachen; sollten wir nun nicht ebenfalls tätig sein und nach Kräften mitwirken, wenn es sich um unsere Aussöhnung mit Gott handelt?  
        Wiederum, wenn ein Verbrecher vom König begnadigt wird, so ist der Verbrecher mit der Begnadigung nicht immer auch von jeder Strafe frei; die Todesstrafe wird in Gefängnisstrafe umgewandelt. 
        So erhielt auch Absolon Verzeihung von seinem Vater David und die Erlaubnis zur Rückkehr aus derVerbannung; doch noch zwei Jahre lang durfte er nicht vor dessen Angesicht treten.
  
       „Die Strafe aber“, sagt der Hl. Augustin, hält darum länger an, damit die Schuld nicht gering geschätzt werde.“ 
        Diese wäre nur zu oft der Fall, wenn mit der Schuld zugleich auch jede zeitliche Strafe nachgelassen wäre. 
        Wie viele zeitliche Sündenstrafe uns im  hl. Bußsakrament wie bei Erweckung der vollkommenen Reue nachgelassen wird, das hängt seinerseits von dem gnädigen Willen Gottes ab, anderseits von der Größe der Reue. 
        Der weinenden Magdalena und dem reumütigen Schächer erließ Gott mit der Schuld zugleich die ganze Strafe, nicht aber dem büßenden David. 
        Wie aber jede Schuld gezahlt sein will, so muß jede Strafe abgetragen werden.  Daher müssen wir sie entweder hier auf Welt oder nach dem Tod im Fegfeuer abbüßen. Einmal muß die Sühne erfolgen. 
        Der Himmel ist ja nur für die ganz Reinen; er wird nicht eher geöffnet, als bis der letzte Heller gezahlt ist. 
        Durch die Werke der Buße kommen wir nun der göttlichen Gerechtigkeit zuvor, rächen die begangenen Sünden an uns und leisten dem lieben Gott Genugtuung.  
        Die Buße macht unsere Sünden wieder gut und vollendet unsere Versöhnung mit Gott. Wir müssen also würdige Früchte der Buße bringen, wenn wir uns mit Gott vollends versöhnen wollen.