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	<title>Rita von Cascia - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in FJM-Ritter</subtitle>
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		<id>http://ecclesiaeveritas.net/index.php?title=Rita_von_Cascia&amp;diff=41841&amp;oldid=prev</id>
		<title>Sr.Theresia am 18. September 2024 um 08:30 Uhr</title>
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		<updated>2024-09-18T08:30:19Z</updated>

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Mit seiner Gutheißung oblag sie fleißig den gewohnten Andachtsübungen, in welchen sie die [[Gottesmutter Maria|seligste Jungfrau]], den hl. [[Johannes der Taeufer|Johannes den Täufer]], den hl. [[Augustinus von Hippo|Augustin]] und den hl. [[Nikolaus von Tolentino|Nikolaus von Tolentin]] besonders verehrte. Sie fastete an allen Vorabenden der Marienfeste bei Wasser und Brot, und hielt außer der Allen vorgeschriebenen 40tägigen Fastenzeit noch zwei andere freiwillige Fasten; auch gab sie, gleichfalls mit Beistimmung ihres Gatten, vieles Almosen und besuchte oftmals die Kranken und Bresthaften. Ihrem Manne gebar sie zwei Söhne &amp;#039;&amp;#039;(Zwillinge)&amp;#039;&amp;#039;, welche bereits kräftige Jünglinge waren, als ihr Vater ermordet wurde. Die gute Frau empfand über diesen unverhofften Tod große Schmerzen und beweinte ihn mit vielen Tränen; aber zugleich unterwarf sie sich in diesem und allem dem unerforschlichen Ratschluss und Willen [[Gott]]es und betete nach dem Beispiele [[Jesus-Christus|Jesu Christi]] unablässig für die Mordtäter. Auch ihre Sühne suchte sie zu bewegen, den Mördern das verübte Unrecht zu verzeihen und niemals an ihnen Rache zu nehmen. Zu ihrem großen Herzenleid musste sie aber erfahren, dass ihre mütterliche Abmahnung ihnen nicht zu Herzen drang; da begann sie mit derselben Liebe, mit welcher sie für die Mörder ihres Mannes gebetet hatte, Gott zu bitten, er möge ihre Söhne von der Erde hinweg nehmen, bevor sie durch Blutvergießen sein Gebot verletzten. In der Tat erkrankten beide Söhne und gingen bald ins bessere Leben ein. Von allen irdischen Banden gelöst und entschlossen, der Erfüllung des göttlichen Willens ihr ganzes Leben zu weihen, begab sie sich jetzt nach Cascia in das Kloster St. Maria Magdalena, und bat inständig um das Ordenskleid.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Inniglich liebte sie ihre Eltern und war ihnen gehorsam mit größter Genauigkeit, um ihnen jede Ursache auch zu dem geringsten Verdruss zu benehmen. Um so mehr waren die Eltern, die sich bereits in einem hohen Alter befanden, alles Ernstes besorgt, ihre Tochter, bevor sie stürben, anständig zu verheiraten. Obschon diese sehnlichst wünschte, nur Christus zum Bräutigam zu haben, so willigte sie doch in den Wunsch ihrer Eltern, und verband sich in ihrem 12. Jahre mit einem wegen seiner aufbrausenden Hitze gefürchteten Manne. Sie verstand es aber, ihn so umzuändern, dass auch er zum Erstaunen Aller fromm und sanftmütig wurde. Achtzehn Jahre lang lebte sie mit ihm in Frieden und Eintracht. Mit seiner Gutheißung oblag sie fleißig den gewohnten Andachtsübungen, in welchen sie die [[Gottesmutter Maria|seligste Jungfrau]], den hl. [[Johannes der Taeufer|Johannes den Täufer]], den hl. [[Augustinus von Hippo|Augustin]] und den hl. [[Nikolaus von Tolentino|Nikolaus von Tolentin]] besonders verehrte. Sie fastete an allen Vorabenden der Marienfeste bei Wasser und Brot, und hielt außer der Allen vorgeschriebenen 40tägigen Fastenzeit noch zwei andere freiwillige Fasten; auch gab sie, gleichfalls mit Beistimmung ihres Gatten, vieles Almosen und besuchte oftmals die Kranken und Bresthaften. Ihrem Manne gebar sie zwei Söhne &amp;#039;&amp;#039;(Zwillinge)&amp;#039;&amp;#039;, welche bereits kräftige Jünglinge waren, als ihr Vater ermordet wurde. 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Johannes der Täufer mit den &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;hhl. &lt;/del&gt;Augustinus und Nikolaus und brachte sie wunderbarer Weise bei verschlossenen Türen in das Kloster. Jetzt endlich beschlossen die Klosterfrauen, die von den &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;hhl. &lt;/del&gt;Ordenspatronen selbst geschickte Novizin zu behalten und einzukleiden, und ließen sie, nachdem sie das Probejahr bestanden, die heil. Gelübde ablegen. Nun entbrannte sie in ganz lebhafter Begierde, eine würdige und möglichst vollkommene Dienerin Gottes zu werden. Namentlich war sie der andächtigen Betrachtung des Leidens Christi innig ergeben. Als sie eines Tages vor dem Kruzifixe betete, der Herr möge sich würdigen, ihr von seinen Schmerzen und Peinen etwas mitzuteilen, löste sich aus der Dornenkrone des Kruzifixes ein Dorn ab und sprang ihr mit solcher Heftigkeit an die Stirne, daß sie blutete und die Wunde offen blieb, bis zu ihrem Tode. Nur als sie im Jahr 1450 nach [[Rom]] reiste, um den Jubiläumsablass zu gewinnen, heilte sie, brach aber nach der Rückkehr wieder auf. Die Heilige pflegte zu sagen und darnach auch zu handeln, dass man die Stacheln des Fleisches leicht besiegen könne, wenn man keine Rücksicht auf den Leib nehme und ihm kein Mitleid schenke. Täglich geißelte sie sich dreimal; das erste Mal für die Verstorbenen mit eisernen Kettchen, das zweite Mal für ihre Wohltäter mit ledernen Riemen, das dritte Mal für alle Sünder mit geflochtenen Stricken. Da der böse Feind die Heftigkeit dieser Schläge nicht ertragen konnte, suchte er sie von dieser Strenge abzubringen, indem er ihr bald die Bußwerkzeuge versteckte, bald ihr den Gedanken eingab, sie könnte dadurch ihren Tod herbeiführen; aber sie überwand alle seine Hinterlist und fuhr fort, ihren Leib zu kasteien und in Zucht zu halten. Immer trug sie ein Cilicium aus Schweinsborsten; in ihr Unterkleid hatte sie Dornen eingenäht. In ihrer Kopfwunde wuchsen Würmer, die sie vielfach recht plagten, und einen so üblen Geruch verbreiteten, dass sie &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;znmeist &lt;/del&gt;allein bleiben musste. Sie trug dieses Leiden mit großer Geduld. Manchmal geschah es, dass solche Würmer von ihrem Haupte fielen. Darüber befragt, gab sie ruhig lächelnd zur Antwort: es seien nur ihre Engelein.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die dreimal wiederholte Bitte wurde dreimal abgeschlagen, weil man in diesem Kloster keine Witwen aufzunehmen pflegte. Dennoch verlor sie nicht im geringsten das Vertrauen auf die &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;göttliche &lt;/ins&gt;Hilfe. Sie kehrte nach Rocca-Porena zurück, und warf sich zu den Füßen des Gekreuzigten nieder, ihn demütig bittend, er möge sie in diesem Kloster als seine Braut an- und aufnehmen, und verharrte bis Mitternacht in diesem Gebete. Da erschien ihr der heil. 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Als sie eines Tages vor dem Kruzifixe betete, der Herr möge sich würdigen, ihr von seinen Schmerzen und Peinen etwas mitzuteilen, löste sich aus der Dornenkrone des Kruzifixes ein Dorn ab und sprang ihr mit solcher Heftigkeit an die Stirne, daß sie blutete und die Wunde offen blieb, bis zu ihrem Tode. Nur als sie im Jahr 1450 nach [[Rom]] reiste, um den Jubiläumsablass zu gewinnen, heilte sie, brach aber nach der Rückkehr wieder auf. Die Heilige pflegte zu sagen und darnach auch zu handeln, dass man die Stacheln des Fleisches leicht besiegen könne, wenn man keine Rücksicht auf den Leib nehme und ihm kein Mitleid schenke. Täglich geißelte sie sich dreimal; das erste Mal für die Verstorbenen mit eisernen Kettchen, das zweite Mal für ihre Wohltäter mit ledernen Riemen, das dritte Mal für alle Sünder mit geflochtenen Stricken. 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		<author><name>Sr.Theresia</name></author>
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		<title>Sr.Theresia am 26. Juni 2024 um 14:04 Uhr</title>
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		<updated>2024-06-26T14:04:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
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Sie verstand es aber, ihn so umzuändern, dass auch er zum Erstaunen Aller fromm und sanftmütig wurde. Achtzehn Jahre lang lebte sie mit ihm in Frieden und Eintracht. Mit seiner Gutheißung oblag sie fleißig den gewohnten Andachtsübungen, in welchen sie die [[Gottesmutter Maria|seligste Jungfrau]], den hl. [[Johannes der Taeufer|Johannes den Täufer]], den hl. [[Augustinus von Hippo|Augustin]] und den hl. [[Nikolaus von Tolentino|Nikolaus von Tolentin]] besonders verehrte. Sie fastete an allen Vorabenden der Marienfeste bei Wasser und Brot, und hielt außer der Allen vorgeschriebenen 40tägigen Fastenzeit noch zwei andere freiwillige Fasten; auch gab sie, gleichfalls mit Beistimmung ihres Gatten, vieles Almosen und besuchte oftmals die Kranken und Bresthaften. Ihrem Manne gebar sie zwei Söhne &#039;&#039;(Zwillinge)&#039;&#039;, welche bereits kräftige Jünglinge waren, als ihr Vater ermordet wurde. Die gute Frau empfand über diesen unverhofften Tod große Schmerzen und beweinte ihn mit vielen Tränen; aber zugleich unterwarf sie sich in diesem und allem dem unerforschlichen Ratschluss und Willen [[Gott]]es und betete nach dem Beispiele [[Jesus-Christus|Jesu Christi]] unablässig für die Mordtäter. Auch ihre Sühne suchte sie zu bewegen, den Mördern das verübte Unrecht zu verzeihen und niemals an ihnen Rache zu nehmen. Zu ihrem großen &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Herzenleide mußte &lt;/del&gt;sie aber erfahren, dass ihre mütterliche Abmahnung ihnen nicht zu Herzen drang; da begann sie mit derselben Liebe, mit welcher sie für die Mörder ihres Mannes gebetet hatte, Gott zu bitten, er möge ihre Söhne von der Erde hinweg nehmen, bevor sie durch Blutvergießen sein Gebot verletzten. In der Tat erkrankten beide Söhne und gingen bald ins bessere Leben ein. Von allen irdischen Banden gelöst und entschlossen, der Erfüllung des göttlichen Willens ihr ganzes Leben zu weihen, begab sie sich jetzt nach Cascia in das Kloster St. Maria Magdalena, und bat inständig um das Ordenskleid.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Inniglich liebte sie ihre Eltern und war ihnen gehorsam mit größter Genauigkeit, um ihnen jede Ursache auch zu dem geringsten &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Verdruss &lt;/ins&gt;zu benehmen. Um so mehr waren die Eltern, die sich bereits in einem hohen Alter befanden, alles Ernstes besorgt, ihre Tochter, bevor sie stürben, anständig zu verheiraten. Obschon diese sehnlichst wünschte, nur Christus zum Bräutigam zu haben, so willigte sie doch in den Wunsch ihrer Eltern, und verband sich in ihrem 12. Jahre mit einem wegen seiner aufbrausenden Hitze gefürchteten Manne. Sie verstand es aber, ihn so umzuändern, dass auch er zum Erstaunen Aller fromm und sanftmütig wurde. Achtzehn Jahre lang lebte sie mit ihm in Frieden und Eintracht. Mit seiner Gutheißung oblag sie fleißig den gewohnten Andachtsübungen, in welchen sie die [[Gottesmutter Maria|seligste Jungfrau]], den hl. [[Johannes der Taeufer|Johannes den Täufer]], den hl. [[Augustinus von Hippo|Augustin]] und den hl. [[Nikolaus von Tolentino|Nikolaus von Tolentin]] besonders verehrte. Sie fastete an allen Vorabenden der Marienfeste bei Wasser und Brot, und hielt außer der Allen vorgeschriebenen 40tägigen Fastenzeit noch zwei andere freiwillige Fasten; auch gab sie, gleichfalls mit Beistimmung ihres Gatten, vieles Almosen und besuchte oftmals die Kranken und Bresthaften. 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In der Tat erkrankten beide Söhne und gingen bald ins bessere Leben ein. Von allen irdischen Banden gelöst und entschlossen, der Erfüllung des göttlichen Willens ihr ganzes Leben zu weihen, begab sie sich jetzt nach Cascia in das Kloster St. Maria Magdalena, und bat inständig um das Ordenskleid.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Ordenspatronen selbst geschickte Novizin zu behalten und einzukleiden, und ließen sie, nachdem sie das Probejahr bestanden, die heil. Gelübde ablegen. Nun entbrannte sie in ganz lebhafter Begierde, eine würdige und möglichst vollkommene Dienerin Gottes zu werden. Namentlich war sie der andächtigen Betrachtung des Leidens Christi innig ergeben. Als sie eines Tages vor dem Kruzifixe betete, der Herr möge sich würdigen, ihr von seinen Schmerzen und Peinen etwas mitzuteilen, löste sich aus der Dornenkrone des Kruzifixes ein Dorn ab und sprang ihr mit solcher Heftigkeit an die Stirne, daß sie blutete und die Wunde offen blieb, bis zu ihrem Tode. Nur als sie im Jahr 1450 nach [[Rom]] reiste, um den &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Jubiläumsablaß &lt;/del&gt;zu gewinnen, heilte sie, brach aber nach der Rückkehr wieder auf. Die Heilige pflegte zu sagen und darnach auch zu handeln, dass man die Stacheln des Fleisches leicht besiegen könne, wenn man keine Rücksicht auf den Leib nehme und ihm kein Mitleid schenke. Täglich geißelte sie sich dreimal; das &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;erstemal &lt;/del&gt;für die Verstorbenen mit eisernen Kettchen, das zweite Mal für ihre &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Wohlthäter &lt;/del&gt;mit ledernen Riemen, das dritte Mal für alle Sünder mit geflochtenen Stricken. Da der böse Feind die Heftigkeit dieser Schläge nicht ertragen konnte, suchte er sie von dieser Strenge abzubringen, indem er ihr bald die Bußwerkzeuge versteckte, bald ihr den Gedanken eingab, sie könnte dadurch ihren Tod herbeiführen; aber sie überwand alle seine Hinterlist und fuhr fort, ihren Leib zu kasteien und in Zucht zu halten. Immer trug sie ein Cilicium aus Schweinsborsten; in ihr Unterkleid hatte sie Dornen eingenäht. In ihrer Kopfwunde wuchsen Würmer, die sie vielfach recht plagten, und einen so üblen Geruch verbreiteten, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;daß &lt;/del&gt;sie znmeist allein bleiben &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;mußte&lt;/del&gt;. Sie trug dieses Leiden mit großer Geduld. Manchmal geschah es, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;daß &lt;/del&gt;solche Würmer von ihrem Haupte fielen. Darüber befragt, gab sie ruhig lächelnd zur Antwort: es seien nur ihre Engelein.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die dreimal wiederholte Bitte wurde dreimal abgeschlagen, weil man in diesem Kloster keine Witwen aufzunehmen pflegte. Dennoch verlor sie nicht im geringsten das Vertrauen auf die göttl. Hilfe. Sie kehrte nach Rocca-Porena zurück, und warf sich zu den Füßen des Gekreuzigten nieder, ihn demütig bittend, er möge sie in diesem Kloster als seine Braut an- und aufnehmen, und verharrte bis Mitternacht in diesem Gebete. Da erschien ihr der heil. Johannes der Täufer mit den hhl. Augustinus und Nikolaus und brachte sie wunderbarer Weise bei verschlossenen Türen in das Kloster. Jetzt endlich beschlossen die Klosterfrauen, die von den hhl. Ordenspatronen selbst geschickte Novizin zu behalten und einzukleiden, und ließen sie, nachdem sie das Probejahr bestanden, die heil. Gelübde ablegen. Nun entbrannte sie in ganz lebhafter Begierde, eine würdige und möglichst vollkommene Dienerin Gottes zu werden. Namentlich war sie der andächtigen Betrachtung des Leidens Christi innig ergeben. Als sie eines Tages vor dem Kruzifixe betete, der Herr möge sich würdigen, ihr von seinen Schmerzen und Peinen etwas mitzuteilen, löste sich aus der Dornenkrone des Kruzifixes ein Dorn ab und sprang ihr mit solcher Heftigkeit an die Stirne, daß sie blutete und die Wunde offen blieb, bis zu ihrem Tode. Nur als sie im Jahr 1450 nach [[Rom]] reiste, um den &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Jubiläumsablass &lt;/ins&gt;zu gewinnen, heilte sie, brach aber nach der Rückkehr wieder auf. 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		<author><name>Sr.Theresia</name></author>
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		<id>http://ecclesiaeveritas.net/index.php?title=Rita_von_Cascia&amp;diff=40883&amp;oldid=prev</id>
		<title>Sr.Theresia: /* Lebensbeschreibung */</title>
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		<updated>2024-06-05T05:13:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Lebensbeschreibung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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Mit seiner Gutheißung oblag sie fleißig den gewohnten Andachtsübungen, in welchen sie die [[Gottesmutter Maria|seligste Jungfrau]], den hl. [[Johannes der Taeufer|Johannes den Täufer]], den hl. [[Augustinus|Augustin]] und den hl. [[Nikolaus von Tolentino|Nikolaus von Tolentin]] besonders verehrte. Sie fastete an allen Vorabenden der Marienfeste bei Wasser und Brot, und hielt außer der Allen vorgeschriebenen 40tägigen Fastenzeit noch zwei andere freiwillige Fasten; auch gab sie, gleichfalls mit Beistimmung ihres Gatten, vieles Almosen und besuchte oftmals die Kranken und Bresthaften. Ihrem Manne gebar sie zwei Söhne &#039;&#039;(Zwillinge)&#039;&#039;, welche bereits kräftige Jünglinge waren, als ihr Vater ermordet wurde. Die gute Frau empfand über diesen unverhofften Tod große Schmerzen und beweinte ihn mit vielen Tränen; aber zugleich unterwarf sie sich in diesem und allem dem unerforschlichen Ratschluss und Willen [[Gott]]es und betete nach dem Beispiele [[Jesus-Christus|Jesu Christi]] unablässig für die Mordtäter. Auch ihre Sühne suchte sie zu bewegen, den Mördern das verübte Unrecht zu verzeihen und niemals an ihnen Rache zu nehmen. Zu ihrem großen Herzenleide mußte sie aber erfahren, dass ihre mütterliche Abmahnung ihnen nicht zu Herzen drang; da begann sie mit derselben Liebe, mit welcher sie für die Mörder ihres Mannes gebetet hatte, Gott zu bitten, er möge ihre Söhne von der Erde hinweg nehmen, bevor sie durch Blutvergießen sein Gebot verletzten. In der Tat erkrankten beide Söhne und gingen bald ins bessere Leben ein. Von allen irdischen Banden gelöst und entschlossen, der Erfüllung des göttlichen Willens ihr ganzes Leben zu weihen, begab sie sich jetzt nach Cascia in das Kloster St. Maria Magdalena, und bat inständig um das Ordenskleid.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Inniglich liebte sie ihre Eltern und war ihnen gehorsam mit größter Genauigkeit, um ihnen jede Ursache auch zu dem geringsten Verdruß zu benehmen. Um so mehr waren die Eltern, die sich bereits in einem hohen Alter befanden, alles Ernstes besorgt, ihre Tochter, bevor sie stürben, anständig zu verheiraten. Obschon diese sehnlichst wünschte, nur Christus zum Bräutigam zu haben, so willigte sie doch in den Wunsch ihrer Eltern, und verband sich in ihrem 12. Jahre mit einem wegen seiner aufbrausenden Hitze gefürchteten Manne. Sie verstand es aber, ihn so umzuändern, dass auch er zum Erstaunen Aller fromm und sanftmütig wurde. Achtzehn Jahre lang lebte sie mit ihm in Frieden und Eintracht. Mit seiner Gutheißung oblag sie fleißig den gewohnten Andachtsübungen, in welchen sie die [[Gottesmutter Maria|seligste Jungfrau]], den hl. [[Johannes der Taeufer|Johannes den Täufer]], den hl. [[Augustinus &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;von Hippo&lt;/ins&gt;|Augustin]] und den hl. [[Nikolaus von Tolentino|Nikolaus von Tolentin]] besonders verehrte. Sie fastete an allen Vorabenden der Marienfeste bei Wasser und Brot, und hielt außer der Allen vorgeschriebenen 40tägigen Fastenzeit noch zwei andere freiwillige Fasten; auch gab sie, gleichfalls mit Beistimmung ihres Gatten, vieles Almosen und besuchte oftmals die Kranken und Bresthaften. Ihrem Manne gebar sie zwei Söhne &#039;&#039;(Zwillinge)&#039;&#039;, welche bereits kräftige Jünglinge waren, als ihr Vater ermordet wurde. Die gute Frau empfand über diesen unverhofften Tod große Schmerzen und beweinte ihn mit vielen Tränen; aber zugleich unterwarf sie sich in diesem und allem dem unerforschlichen Ratschluss und Willen [[Gott]]es und betete nach dem Beispiele [[Jesus-Christus|Jesu Christi]] unablässig für die Mordtäter. Auch ihre Sühne suchte sie zu bewegen, den Mördern das verübte Unrecht zu verzeihen und niemals an ihnen Rache zu nehmen. Zu ihrem großen Herzenleide mußte sie aber erfahren, dass ihre mütterliche Abmahnung ihnen nicht zu Herzen drang; da begann sie mit derselben Liebe, mit welcher sie für die Mörder ihres Mannes gebetet hatte, Gott zu bitten, er möge ihre Söhne von der Erde hinweg nehmen, bevor sie durch Blutvergießen sein Gebot verletzten. In der Tat erkrankten beide Söhne und gingen bald ins bessere Leben ein. 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Ordenspatronen selbst geschickte Novizin zu behalten und einzukleiden, und ließen sie, nachdem sie das Probejahr bestanden, die heil. Gelübde ablegen. Nun entbrannte sie in ganz lebhafter Begierde, eine würdige und möglichst vollkommene Dienerin Gottes zu werden. Namentlich war sie der andächtigen Betrachtung des Leidens Christi innig ergeben. Als sie eines Tages vor dem Kruzifixe betete, der Herr möge sich würdigen, ihr von seinen Schmerzen und Peinen etwas mitzuteilen, löste sich aus der Dornenkrone des Kruzifixes ein Dorn ab und sprang ihr mit solcher Heftigkeit an die Stirne, daß sie blutete und die Wunde offen blieb, bis zu ihrem Tode. Nur als sie im Jahr 1450 nach [[Rom]] reiste, um den Jubiläumsablaß zu gewinnen, heilte sie, brach aber nach der Rückkehr wieder auf. Die Heilige pflegte zu sagen und darnach auch zu handeln, dass man die Stacheln des Fleisches leicht besiegen könne, wenn man keine Rücksicht auf den Leib nehme und ihm kein Mitleid schenke. Täglich geißelte sie sich dreimal; das erstemal für die Verstorbenen mit eisernen Kettchen, das zweite Mal für ihre Wohlthäter mit ledernen Riemen, das dritte Mal für alle Sünder mit geflochtenen Stricken. Da der böse Feind die Heftigkeit dieser Schläge nicht ertragen konnte, suchte er sie von dieser Strenge abzubringen, indem er ihr bald die Bußwerkzeuge versteckte, bald ihr den Gedanken eingab, sie könnte dadurch ihren Tod herbeiführen; aber sie überwand alle seine Hinterlist und fuhr fort, ihren Leib zu kasteien und in Zucht zu halten. Immer trug sie ein Cilicium aus Schweinsborsten; in ihr Unterkleid hatte sie Dornen eingenäht. In ihrer Kopfwunde wuchsen Würmer, die sie vielfach recht plagten, und einen so üblen Geruch verbreiteten, daß sie znmeist allein bleiben mußte. Sie trug dieses Leiden mit großer Geduld. Manchmal geschah es, daß solche Würmer von ihrem Haupte fielen. Darüber befragt, gab sie ruhig lächelnd zur Antwort: es seien nur ihre Engelein.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die dreimal wiederholte Bitte wurde dreimal abgeschlagen, weil man in diesem Kloster keine Witwen aufzunehmen pflegte. Dennoch verlor sie nicht im geringsten das Vertrauen auf die göttl. Hilfe. Sie kehrte nach Rocca-Porena zurück, und warf sich zu den Füßen des Gekreuzigten nieder, ihn demütig bittend, er möge sie in diesem Kloster als seine Braut an- und aufnehmen, und verharrte bis Mitternacht in diesem Gebete. Da erschien ihr der heil. Johannes der Täufer mit den hhl. Augustinus und Nikolaus und brachte sie wunderbarer Weise bei verschlossenen Türen in das Kloster. Jetzt endlich beschlossen die Klosterfrauen, die von den hhl. Ordenspatronen selbst geschickte Novizin zu behalten und einzukleiden, und ließen sie, nachdem sie das Probejahr bestanden, die heil. Gelübde ablegen. Nun entbrannte sie in ganz lebhafter Begierde, eine würdige und möglichst vollkommene Dienerin Gottes zu werden. Namentlich war sie der andächtigen Betrachtung des Leidens Christi innig ergeben. Als sie eines Tages vor dem Kruzifixe betete, der Herr möge sich würdigen, ihr von seinen Schmerzen und Peinen etwas mitzuteilen, löste sich aus der Dornenkrone des Kruzifixes ein Dorn ab und sprang ihr mit solcher Heftigkeit an die Stirne, daß sie blutete und die Wunde offen blieb, bis zu ihrem Tode. Nur als sie im Jahr 1450 nach [[Rom]] reiste, um den Jubiläumsablaß zu gewinnen, heilte sie, brach aber nach der Rückkehr wieder auf. Die Heilige pflegte zu sagen und darnach auch zu handeln, dass man die Stacheln des Fleisches leicht besiegen könne, wenn man keine Rücksicht auf den Leib nehme und ihm kein Mitleid schenke. Täglich geißelte sie sich dreimal; das erstemal für die Verstorbenen mit eisernen Kettchen, das zweite Mal für ihre Wohlthäter mit ledernen Riemen, das dritte Mal für alle Sünder mit geflochtenen Stricken. Da der böse Feind die Heftigkeit dieser Schläge nicht ertragen konnte, suchte er sie von dieser Strenge abzubringen, indem er ihr bald die Bußwerkzeuge versteckte, bald ihr den Gedanken eingab, sie könnte dadurch ihren Tod herbeiführen; aber sie überwand alle seine Hinterlist und fuhr fort, ihren Leib zu kasteien und in Zucht zu halten. Immer trug sie ein Cilicium aus Schweinsborsten; in ihr Unterkleid hatte sie Dornen eingenäht. In ihrer Kopfwunde wuchsen Würmer, die sie vielfach recht plagten, und einen so üblen Geruch verbreiteten, daß sie znmeist allein bleiben mußte. Sie trug dieses Leiden mit großer Geduld. Manchmal geschah es, daß solche Würmer von ihrem Haupte fielen. Darüber befragt, gab sie ruhig lächelnd zur Antwort: es seien nur ihre Engelein.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sr.Theresia</name></author>
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		<title>Sr.Theresia am 25. Mai 2024 um 14:29 Uhr</title>
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Mit seiner Gutheißung oblag sie fleißig den gewohnten Andachtsübungen, in welchen sie die [[Gottesmutter Maria|seligste Jungfrau]], den hl. [[Johannes der Taeufer|Johannes den Täufer]], den hl. [[Augustinus|Augustin]] und den hl. [[Nikolaus von Tolentino|Nikolaus von Tolentin]] besonders verehrte. Sie fastete an allen Vorabenden der Marienfeste bei Wasser und Brot, und hielt außer der Allen vorgeschriebenen 40tägigen Fastenzeit noch zwei andere freiwillige Fasten; auch gab sie, gleichfalls mit Beistimmung ihres Gatten, vieles Almosen und besuchte oftmals die Kranken und Bresthaften. Ihrem Manne gebar sie zwei Söhne &#039;&#039;(Zwillinge)&#039;&#039;, welche bereits kräftige Jünglinge waren, als ihr Vater ermordet wurde. Die gute Frau empfand über diesen unverhofften Tod große Schmerzen und beweinte ihn mit vielen Tränen; aber zugleich unterwarf sie sich in diesem und allem dem unerforschlichen Ratschluss und Willen [[Gott]]es und betete nach dem Beispiele [[Jesus Christus|Jesu Christi]] unablässig für die Mordtäter. Auch ihre Sühne suchte sie zu bewegen, den Mördern das verübte Unrecht zu verzeihen und niemals an ihnen Rache zu nehmen. Zu ihrem großen Herzenleide mußte sie aber erfahren, dass ihre mütterliche Abmahnung ihnen nicht zu Herzen drang; da begann sie mit derselben Liebe, mit welcher sie für die Mörder ihres Mannes gebetet hatte, Gott zu bitten, er möge ihre Söhne von der Erde hinweg nehmen, bevor sie durch Blutvergießen sein Gebot verletzten. In der Tat erkrankten beide Söhne und gingen bald ins bessere Leben ein. Von allen irdischen Banden gelöst und entschlossen, der Erfüllung des göttlichen Willens ihr ganzes Leben zu weihen, begab sie sich jetzt nach Cascia in das Kloster St. Maria Magdalena, und bat inständig um das Ordenskleid.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Inniglich liebte sie ihre Eltern und war ihnen gehorsam mit größter Genauigkeit, um ihnen jede Ursache auch zu dem geringsten Verdruß zu benehmen. Um so mehr waren die Eltern, die sich bereits in einem hohen Alter befanden, alles Ernstes besorgt, ihre Tochter, bevor sie stürben, anständig zu verheiraten. Obschon diese sehnlichst wünschte, nur Christus zum Bräutigam zu haben, so willigte sie doch in den Wunsch ihrer Eltern, und verband sich in ihrem 12. Jahre mit einem wegen seiner aufbrausenden Hitze gefürchteten Manne. Sie verstand es aber, ihn so umzuändern, dass auch er zum Erstaunen Aller fromm und sanftmütig wurde. Achtzehn Jahre lang lebte sie mit ihm in Frieden und Eintracht. Mit seiner Gutheißung oblag sie fleißig den gewohnten Andachtsübungen, in welchen sie die [[Gottesmutter Maria|seligste Jungfrau]], den hl. [[Johannes der Taeufer|Johannes den Täufer]], den hl. [[Augustinus|Augustin]] und den hl. [[Nikolaus von Tolentino|Nikolaus von Tolentin]] besonders verehrte. Sie fastete an allen Vorabenden der Marienfeste bei Wasser und Brot, und hielt außer der Allen vorgeschriebenen 40tägigen Fastenzeit noch zwei andere freiwillige Fasten; auch gab sie, gleichfalls mit Beistimmung ihres Gatten, vieles Almosen und besuchte oftmals die Kranken und Bresthaften. Ihrem Manne gebar sie zwei Söhne &#039;&#039;(Zwillinge)&#039;&#039;, welche bereits kräftige Jünglinge waren, als ihr Vater ermordet wurde. Die gute Frau empfand über diesen unverhofften Tod große Schmerzen und beweinte ihn mit vielen Tränen; aber zugleich unterwarf sie sich in diesem und allem dem unerforschlichen Ratschluss und Willen [[Gott]]es und betete nach dem Beispiele [[Jesus&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;-&lt;/ins&gt;Christus|Jesu Christi]] unablässig für die Mordtäter. Auch ihre Sühne suchte sie zu bewegen, den Mördern das verübte Unrecht zu verzeihen und niemals an ihnen Rache zu nehmen. Zu ihrem großen Herzenleide mußte sie aber erfahren, dass ihre mütterliche Abmahnung ihnen nicht zu Herzen drang; da begann sie mit derselben Liebe, mit welcher sie für die Mörder ihres Mannes gebetet hatte, Gott zu bitten, er möge ihre Söhne von der Erde hinweg nehmen, bevor sie durch Blutvergießen sein Gebot verletzten. In der Tat erkrankten beide Söhne und gingen bald ins bessere Leben ein. Von allen irdischen Banden gelöst und entschlossen, der Erfüllung des göttlichen Willens ihr ganzes Leben zu weihen, begab sie sich jetzt nach Cascia in das Kloster St. Maria Magdalena, und bat inständig um das Ordenskleid.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Ordenspatronen selbst geschickte Novizin zu behalten und einzukleiden, und ließen sie, nachdem sie das Probejahr bestanden, die heil. Gelübde ablegen. Nun entbrannte sie in ganz lebhafter Begierde, eine würdige und möglichst vollkommene Dienerin Gottes zu werden. Namentlich war sie der andächtigen Betrachtung des Leidens Christi innig ergeben. Als sie eines Tages vor dem Kruzifixe betete, der Herr möge sich würdigen, ihr von seinen Schmerzen und Peinen etwas mitzuteilen, löste sich aus der Dornenkrone des Kruzifixes ein Dorn ab und sprang ihr mit solcher Heftigkeit an die Stirne, daß sie blutete und die Wunde offen blieb, bis zu ihrem Tode. Nur als sie im Jahr 1450 nach [[Rom]] reiste, um den Jubiläumsablaß zu gewinnen, heilte sie, brach aber nach der Rückkehr wieder auf. Die Heilige pflegte zu sagen und darnach auch zu handeln, dass man die Stacheln des Fleisches leicht besiegen könne, wenn man keine Rücksicht auf den Leib nehme und ihm kein Mitleid schenke. Täglich geißelte sie sich dreimal; das erstemal für die Verstorbenen mit eisernen Kettchen, das zweite Mal für ihre Wohlthäter mit ledernen Riemen, das dritte Mal für alle Sünder mit geflochtenen Stricken. Da der böse Feind die Heftigkeit dieser Schläge nicht ertragen konnte, suchte er sie von dieser Strenge abzubringen, indem er ihr bald die Bußwerkzeuge versteckte, bald ihr den Gedanken eingab, sie könnte dadurch ihren Tod herbeiführen; aber sie überwand alle seine Hinterlist und fuhr fort, ihren Leib zu kasteien und in Zucht zu halten. Immer trug sie ein Cilicium aus Schweinsborsten; in ihr Unterkleid hatte sie Dornen eingenäht. In ihrer Kopfwunde wuchsen Würmer, die sie vielfach recht plagten, und einen so üblen Geruch verbreiteten, daß sie znmeist allein bleiben mußte. Sie trug dieses Leiden mit großer Geduld. Manchmal geschah es, daß solche Würmer von ihrem Haupte fielen. Darüber befragt, gab sie ruhig lächelnd zur Antwort: es seien nur ihre Engelein.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die dreimal wiederholte Bitte wurde dreimal abgeschlagen, weil man in diesem Kloster keine Witwen aufzunehmen pflegte. Dennoch verlor sie nicht im geringsten das Vertrauen auf die göttl. Hilfe. Sie kehrte nach Rocca-Porena zurück, und warf sich zu den Füßen des Gekreuzigten nieder, ihn demütig bittend, er möge sie in diesem Kloster als seine Braut an- und aufnehmen, und verharrte bis Mitternacht in diesem Gebete. Da erschien ihr der heil. Johannes der Täufer mit den hhl. Augustinus und Nikolaus und brachte sie wunderbarer Weise bei verschlossenen Türen in das Kloster. Jetzt endlich beschlossen die Klosterfrauen, die von den hhl. Ordenspatronen selbst geschickte Novizin zu behalten und einzukleiden, und ließen sie, nachdem sie das Probejahr bestanden, die heil. Gelübde ablegen. Nun entbrannte sie in ganz lebhafter Begierde, eine würdige und möglichst vollkommene Dienerin Gottes zu werden. Namentlich war sie der andächtigen Betrachtung des Leidens Christi innig ergeben. Als sie eines Tages vor dem Kruzifixe betete, der Herr möge sich würdigen, ihr von seinen Schmerzen und Peinen etwas mitzuteilen, löste sich aus der Dornenkrone des Kruzifixes ein Dorn ab und sprang ihr mit solcher Heftigkeit an die Stirne, daß sie blutete und die Wunde offen blieb, bis zu ihrem Tode. Nur als sie im Jahr 1450 nach [[Rom]] reiste, um den Jubiläumsablaß zu gewinnen, heilte sie, brach aber nach der Rückkehr wieder auf. Die Heilige pflegte zu sagen und darnach auch zu handeln, dass man die Stacheln des Fleisches leicht besiegen könne, wenn man keine Rücksicht auf den Leib nehme und ihm kein Mitleid schenke. Täglich geißelte sie sich dreimal; das erstemal für die Verstorbenen mit eisernen Kettchen, das zweite Mal für ihre Wohlthäter mit ledernen Riemen, das dritte Mal für alle Sünder mit geflochtenen Stricken. Da der böse Feind die Heftigkeit dieser Schläge nicht ertragen konnte, suchte er sie von dieser Strenge abzubringen, indem er ihr bald die Bußwerkzeuge versteckte, bald ihr den Gedanken eingab, sie könnte dadurch ihren Tod herbeiführen; aber sie überwand alle seine Hinterlist und fuhr fort, ihren Leib zu kasteien und in Zucht zu halten. Immer trug sie ein Cilicium aus Schweinsborsten; in ihr Unterkleid hatte sie Dornen eingenäht. In ihrer Kopfwunde wuchsen Würmer, die sie vielfach recht plagten, und einen so üblen Geruch verbreiteten, daß sie znmeist allein bleiben mußte. 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		<author><name>Sr.Theresia</name></author>
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		<title>Sr.Theresia: /* Lebensbeschreibung */</title>
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		<updated>2024-05-25T08:55:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Lebensbeschreibung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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Mit seiner Gutheißung oblag sie fleißig den gewohnten Andachtsübungen, in welchen sie die [[Gottesmutter Maria|seligste Jungfrau]], den hl. [[Johannes der Taeufer|Johannes den Täufer]], den hl. [[Augustinus|Augustin]] und den hl. [[Nikolaus von Tolentino|Nikolaus von Tolentin]] besonders verehrte. Sie fastete an allen Vorabenden der Marienfeste bei Wasser und Brot, und hielt außer der Allen vorgeschriebenen 40tägigen Fastenzeit noch zwei andere freiwillige Fasten; auch gab sie, gleichfalls mit Beistimmung ihres Gatten, vieles Almosen und besuchte oftmals die Kranken und Bresthaften. Ihrem Manne gebar sie zwei Söhne &#039;&#039;(Zwillinge)&#039;&#039;, welche bereits kräftige Jünglinge waren, als ihr Vater ermordet wurde. Die gute Frau empfand über diesen unverhofften Tod große Schmerzen und beweinte ihn mit vielen Tränen; aber zugleich unterwarf sie sich in diesem und allem dem unerforschlichen &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Ratschluß &lt;/del&gt;und Willen [[Gott]]es und betete nach dem Beispiele [[Jesus Christus|Jesu Christi]] unablässig für die Mordtäter. Auch ihre Sühne suchte sie zu bewegen, den Mördern das verübte Unrecht zu verzeihen und niemals an ihnen Rache zu nehmen. Zu ihrem großen Herzenleide mußte sie aber erfahren, dass ihre mütterliche Abmahnung ihnen nicht zu Herzen drang; da begann sie mit derselben Liebe, mit welcher sie für die Mörder ihres Mannes gebetet hatte, Gott zu bitten, er möge ihre Söhne von der Erde hinweg nehmen, bevor sie durch Blutvergießen sein Gebot verletzten. In der Tat erkrankten beide Söhne und gingen bald ins bessere Leben ein. Von allen irdischen Banden gelöst und entschlossen, der Erfüllung des göttlichen Willens ihr ganzes Leben zu weihen, begab sie sich jetzt nach Cascia in das Kloster St. Maria Magdalena, und bat inständig um das Ordenskleid.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Inniglich liebte sie ihre Eltern und war ihnen gehorsam mit größter Genauigkeit, um ihnen jede Ursache auch zu dem geringsten Verdruß zu benehmen. Um so mehr waren die Eltern, die sich bereits in einem hohen Alter befanden, alles Ernstes besorgt, ihre Tochter, bevor sie stürben, anständig zu verheiraten. Obschon diese sehnlichst wünschte, nur Christus zum Bräutigam zu haben, so willigte sie doch in den Wunsch ihrer Eltern, und verband sich in ihrem 12. Jahre mit einem wegen seiner aufbrausenden Hitze gefürchteten Manne. Sie verstand es aber, ihn so umzuändern, dass auch er zum Erstaunen Aller fromm und sanftmütig wurde. Achtzehn Jahre lang lebte sie mit ihm in Frieden und Eintracht. Mit seiner Gutheißung oblag sie fleißig den gewohnten Andachtsübungen, in welchen sie die [[Gottesmutter Maria|seligste Jungfrau]], den hl. [[Johannes der Taeufer|Johannes den Täufer]], den hl. [[Augustinus|Augustin]] und den hl. [[Nikolaus von Tolentino|Nikolaus von Tolentin]] besonders verehrte. Sie fastete an allen Vorabenden der Marienfeste bei Wasser und Brot, und hielt außer der Allen vorgeschriebenen 40tägigen Fastenzeit noch zwei andere freiwillige Fasten; auch gab sie, gleichfalls mit Beistimmung ihres Gatten, vieles Almosen und besuchte oftmals die Kranken und Bresthaften. Ihrem Manne gebar sie zwei Söhne &#039;&#039;(Zwillinge)&#039;&#039;, welche bereits kräftige Jünglinge waren, als ihr Vater ermordet wurde. Die gute Frau empfand über diesen unverhofften Tod große Schmerzen und beweinte ihn mit vielen Tränen; aber zugleich unterwarf sie sich in diesem und allem dem unerforschlichen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Ratschluss &lt;/ins&gt;und Willen [[Gott]]es und betete nach dem Beispiele [[Jesus Christus|Jesu Christi]] unablässig für die Mordtäter. Auch ihre Sühne suchte sie zu bewegen, den Mördern das verübte Unrecht zu verzeihen und niemals an ihnen Rache zu nehmen. Zu ihrem großen Herzenleide mußte sie aber erfahren, dass ihre mütterliche Abmahnung ihnen nicht zu Herzen drang; da begann sie mit derselben Liebe, mit welcher sie für die Mörder ihres Mannes gebetet hatte, Gott zu bitten, er möge ihre Söhne von der Erde hinweg nehmen, bevor sie durch Blutvergießen sein Gebot verletzten. In der Tat erkrankten beide Söhne und gingen bald ins bessere Leben ein. Von allen irdischen Banden gelöst und entschlossen, der Erfüllung des göttlichen Willens ihr ganzes Leben zu weihen, begab sie sich jetzt nach Cascia in das Kloster St. Maria Magdalena, und bat inständig um das Ordenskleid.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Ordenspatronen selbst geschickte Novizin zu behalten und einzukleiden, und ließen sie, nachdem sie das Probejahr bestanden, die heil. Gelübde ablegen. Nun entbrannte sie in ganz lebhafter Begierde, eine würdige und möglichst vollkommene Dienerin Gottes zu werden. Namentlich war sie der andächtigen Betrachtung des Leidens Christi innig ergeben. Als sie eines Tages vor dem Kruzifixe betete, der Herr möge sich würdigen, ihr von seinen Schmerzen und Peinen etwas mitzuteilen, löste sich aus der Dornenkrone des Kruzifixes ein Dorn ab und sprang ihr mit solcher Heftigkeit an die Stirne, daß sie blutete und die Wunde offen blieb, bis zu ihrem Tode. Nur als sie im Jahr 1450 nach [[Rom]] reiste, um den Jubiläumsablaß zu gewinnen, heilte sie, brach aber nach der Rückkehr wieder auf. Die Heilige pflegte zu sagen und darnach auch zu handeln, dass man die Stacheln des Fleisches leicht besiegen könne, wenn man keine Rücksicht auf den Leib nehme und ihm kein Mitleid schenke. Täglich geißelte sie sich dreimal; das erstemal für die Verstorbenen mit eisernen Kettchen, das zweite Mal für ihre Wohlthäter mit ledernen Riemen, das dritte Mal für alle Sünder mit geflochtenen Stricken. Da der böse Feind die Heftigkeit dieser Schläge nicht ertragen konnte, suchte er sie von dieser Strenge abzubringen, indem er ihr bald die Bußwerkzeuge versteckte, bald ihr den Gedanken eingab, sie könnte dadurch ihren Tod herbeiführen; aber sie überwand alle seine Hinterlist und fuhr fort, ihren Leib zu kasteien und in Zucht zu halten. Immer trug sie ein Cilicium aus Schweinsborsten; in ihr Unterkleid hatte sie Dornen eingenäht. In ihrer Kopfwunde wuchsen Würmer, die sie vielfach recht plagten, und einen so üblen Geruch verbreiteten, daß sie znmeist allein bleiben mußte. Sie trug dieses Leiden mit großer Geduld. Manchmal geschah es, daß solche Würmer von ihrem Haupte fielen. Darüber befragt, gab sie ruhig lächelnd zur Antwort: es seien nur ihre Engelein.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die dreimal wiederholte Bitte wurde dreimal abgeschlagen, weil man in diesem Kloster keine Witwen aufzunehmen pflegte. Dennoch verlor sie nicht im geringsten das Vertrauen auf die göttl. Hilfe. Sie kehrte nach Rocca-Porena zurück, und warf sich zu den Füßen des Gekreuzigten nieder, ihn demütig bittend, er möge sie in diesem Kloster als seine Braut an- und aufnehmen, und verharrte bis Mitternacht in diesem Gebete. Da erschien ihr der heil. Johannes der Täufer mit den hhl. Augustinus und Nikolaus und brachte sie wunderbarer Weise bei verschlossenen Türen in das Kloster. Jetzt endlich beschlossen die Klosterfrauen, die von den hhl. Ordenspatronen selbst geschickte Novizin zu behalten und einzukleiden, und ließen sie, nachdem sie das Probejahr bestanden, die heil. Gelübde ablegen. Nun entbrannte sie in ganz lebhafter Begierde, eine würdige und möglichst vollkommene Dienerin Gottes zu werden. Namentlich war sie der andächtigen Betrachtung des Leidens Christi innig ergeben. Als sie eines Tages vor dem Kruzifixe betete, der Herr möge sich würdigen, ihr von seinen Schmerzen und Peinen etwas mitzuteilen, löste sich aus der Dornenkrone des Kruzifixes ein Dorn ab und sprang ihr mit solcher Heftigkeit an die Stirne, daß sie blutete und die Wunde offen blieb, bis zu ihrem Tode. Nur als sie im Jahr 1450 nach [[Rom]] reiste, um den Jubiläumsablaß zu gewinnen, heilte sie, brach aber nach der Rückkehr wieder auf. Die Heilige pflegte zu sagen und darnach auch zu handeln, dass man die Stacheln des Fleisches leicht besiegen könne, wenn man keine Rücksicht auf den Leib nehme und ihm kein Mitleid schenke. Täglich geißelte sie sich dreimal; das erstemal für die Verstorbenen mit eisernen Kettchen, das zweite Mal für ihre Wohlthäter mit ledernen Riemen, das dritte Mal für alle Sünder mit geflochtenen Stricken. Da der böse Feind die Heftigkeit dieser Schläge nicht ertragen konnte, suchte er sie von dieser Strenge abzubringen, indem er ihr bald die Bußwerkzeuge versteckte, bald ihr den Gedanken eingab, sie könnte dadurch ihren Tod herbeiführen; aber sie überwand alle seine Hinterlist und fuhr fort, ihren Leib zu kasteien und in Zucht zu halten. Immer trug sie ein Cilicium aus Schweinsborsten; in ihr Unterkleid hatte sie Dornen eingenäht. In ihrer Kopfwunde wuchsen Würmer, die sie vielfach recht plagten, und einen so üblen Geruch verbreiteten, daß sie znmeist allein bleiben mußte. Sie trug dieses Leiden mit großer Geduld. Manchmal geschah es, daß solche Würmer von ihrem Haupte fielen. Darüber befragt, gab sie ruhig lächelnd zur Antwort: es seien nur ihre Engelein.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Sr.Theresia</name></author>
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		<id>http://ecclesiaeveritas.net/index.php?title=Rita_von_Cascia&amp;diff=31353&amp;oldid=prev</id>
		<title>Hannelore1981: /* Lebensbeschreibung */</title>
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		<author><name>Hannelore1981</name></author>
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Mit seiner Gutheißung oblag sie fleißig den gewohnten Andachtsübungen, in welchen sie die [[Gottesmutter Maria|seligste Jungfrau]], den hl. [[Johannes der &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Täufer&lt;/del&gt;|Johannes den Täufer]], den hl. [[Augustinus|Augustin]] und den hl. [[Nikolaus von Tolentino|Nikolaus von Tolentin]] besonders verehrte. Sie fastete an allen Vorabenden der Marienfeste bei Wasser und Brot, und hielt außer der Allen vorgeschriebenen 40tägigen Fastenzeit noch zwei andere freiwillige Fasten; auch gab sie, gleichfalls mit Beistimmung ihres Gatten, vieles Almosen und besuchte oftmals die Kranken und Bresthaften. Ihrem Manne gebar sie zwei Söhne &#039;&#039;(Zwillinge)&#039;&#039;, welche bereits kräftige Jünglinge waren, als ihr Vater ermordet wurde. Die gute Frau empfand über diesen unverhofften Tod große Schmerzen und beweinte ihn mit vielen Tränen; aber zugleich unterwarf sie sich in diesem und allem dem unerforschlichen Ratschluß und Willen [[Gott]]es und betete nach dem Beispiele [[Jesus Christus|Jesu Christi]] unablässig für die Mordtäter. Auch ihre Sühne suchte sie zu bewegen, den Mördern das verübte Unrecht zu verzeihen und niemals an ihnen Rache zu nehmen. Zu ihrem großen Herzenleide mußte sie aber erfahren, dass ihre mütterliche Abmahnung ihnen nicht zu Herzen drang; da begann sie mit derselben Liebe, mit welcher sie für die Mörder ihres Mannes gebetet hatte, Gott zu bitten, er möge ihre Söhne von der Erde hinweg nehmen, bevor sie durch Blutvergießen sein Gebot verletzten. In der Tat erkrankten beide Söhne und gingen bald ins bessere Leben ein. Von allen irdischen Banden gelöst und entschlossen, der Erfüllung des göttlichen Willens ihr ganzes Leben zu weihen, begab sie sich jetzt nach Cascia in das Kloster St. Maria Magdalena, und bat inständig um das Ordenskleid.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Inniglich liebte sie ihre Eltern und war ihnen gehorsam mit größter Genauigkeit, um ihnen jede Ursache auch zu dem geringsten Verdruß zu benehmen. Um so mehr waren die Eltern, die sich bereits in einem hohen Alter befanden, alles Ernstes besorgt, ihre Tochter, bevor sie stürben, anständig zu verheiraten. Obschon diese sehnlichst wünschte, nur Christus zum Bräutigam zu haben, so willigte sie doch in den Wunsch ihrer Eltern, und verband sich in ihrem 12. Jahre mit einem wegen seiner aufbrausenden Hitze gefürchteten Manne. Sie verstand es aber, ihn so umzuändern, dass auch er zum Erstaunen Aller fromm und sanftmütig wurde. Achtzehn Jahre lang lebte sie mit ihm in Frieden und Eintracht. Mit seiner Gutheißung oblag sie fleißig den gewohnten Andachtsübungen, in welchen sie die [[Gottesmutter Maria|seligste Jungfrau]], den hl. [[Johannes der &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Taeufer&lt;/ins&gt;|Johannes den Täufer]], den hl. [[Augustinus|Augustin]] und den hl. [[Nikolaus von Tolentino|Nikolaus von Tolentin]] besonders verehrte. Sie fastete an allen Vorabenden der Marienfeste bei Wasser und Brot, und hielt außer der Allen vorgeschriebenen 40tägigen Fastenzeit noch zwei andere freiwillige Fasten; auch gab sie, gleichfalls mit Beistimmung ihres Gatten, vieles Almosen und besuchte oftmals die Kranken und Bresthaften. 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Von allen irdischen Banden gelöst und entschlossen, der Erfüllung des göttlichen Willens ihr ganzes Leben zu weihen, begab sie sich jetzt nach Cascia in das Kloster St. Maria Magdalena, und bat inständig um das Ordenskleid.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Ordenspatronen selbst geschickte Novizin zu behalten und einzukleiden, und ließen sie, nachdem sie das Probejahr bestanden, die heil. Gelübde ablegen. Nun entbrannte sie in ganz lebhafter Begierde, eine würdige und möglichst vollkommene Dienerin Gottes zu werden. Namentlich war sie der andächtigen Betrachtung des Leidens Christi innig ergeben. Als sie eines Tages vor dem Kruzifixe betete, der Herr möge sich würdigen, ihr von seinen Schmerzen und Peinen etwas mitzuteilen, löste sich aus der Dornenkrone des Kruzifixes ein Dorn ab und sprang ihr mit solcher Heftigkeit an die Stirne, daß sie blutete und die Wunde offen blieb, bis zu ihrem Tode. Nur als sie im Jahr 1450 nach [[Rom]] reiste, um den Jubiläumsablaß zu gewinnen, heilte sie, brach aber nach der Rückkehr wieder auf. Die Heilige pflegte zu sagen und darnach auch zu handeln, dass man die Stacheln des Fleisches leicht besiegen könne, wenn man keine Rücksicht auf den Leib nehme und ihm kein Mitleid schenke. Täglich geißelte sie sich dreimal; das erstemal für die Verstorbenen mit eisernen Kettchen, das zweite Mal für ihre Wohlthäter mit ledernen Riemen, das dritte Mal für alle Sünder mit geflochtenen Stricken. Da der böse Feind die Heftigkeit dieser Schläge nicht ertragen konnte, suchte er sie von dieser Strenge abzubringen, indem er ihr bald die Bußwerkzeuge versteckte, bald ihr den Gedanken eingab, sie könnte dadurch ihren Tod herbeiführen; aber sie überwand alle seine Hinterlist und fuhr fort, ihren Leib zu kasteien und in Zucht zu halten. Immer trug sie ein Cilicium aus Schweinsborsten; in ihr Unterkleid hatte sie Dornen eingenäht. In ihrer Kopfwunde wuchsen Würmer, die sie vielfach recht plagten, und einen so üblen Geruch verbreiteten, daß sie znmeist allein bleiben mußte. Sie trug dieses Leiden mit großer Geduld. Manchmal geschah es, daß solche Würmer von ihrem Haupte fielen. Darüber befragt, gab sie ruhig lächelnd zur Antwort: es seien nur ihre Engelein.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die dreimal wiederholte Bitte wurde dreimal abgeschlagen, weil man in diesem Kloster keine Witwen aufzunehmen pflegte. Dennoch verlor sie nicht im geringsten das Vertrauen auf die göttl. Hilfe. Sie kehrte nach Rocca-Porena zurück, und warf sich zu den Füßen des Gekreuzigten nieder, ihn demütig bittend, er möge sie in diesem Kloster als seine Braut an- und aufnehmen, und verharrte bis Mitternacht in diesem Gebete. Da erschien ihr der heil. Johannes der Täufer mit den hhl. Augustinus und Nikolaus und brachte sie wunderbarer Weise bei verschlossenen Türen in das Kloster. Jetzt endlich beschlossen die Klosterfrauen, die von den hhl. Ordenspatronen selbst geschickte Novizin zu behalten und einzukleiden, und ließen sie, nachdem sie das Probejahr bestanden, die heil. Gelübde ablegen. Nun entbrannte sie in ganz lebhafter Begierde, eine würdige und möglichst vollkommene Dienerin Gottes zu werden. Namentlich war sie der andächtigen Betrachtung des Leidens Christi innig ergeben. Als sie eines Tages vor dem Kruzifixe betete, der Herr möge sich würdigen, ihr von seinen Schmerzen und Peinen etwas mitzuteilen, löste sich aus der Dornenkrone des Kruzifixes ein Dorn ab und sprang ihr mit solcher Heftigkeit an die Stirne, daß sie blutete und die Wunde offen blieb, bis zu ihrem Tode. Nur als sie im Jahr 1450 nach [[Rom]] reiste, um den Jubiläumsablaß zu gewinnen, heilte sie, brach aber nach der Rückkehr wieder auf. Die Heilige pflegte zu sagen und darnach auch zu handeln, dass man die Stacheln des Fleisches leicht besiegen könne, wenn man keine Rücksicht auf den Leib nehme und ihm kein Mitleid schenke. Täglich geißelte sie sich dreimal; das erstemal für die Verstorbenen mit eisernen Kettchen, das zweite Mal für ihre Wohlthäter mit ledernen Riemen, das dritte Mal für alle Sünder mit geflochtenen Stricken. Da der böse Feind die Heftigkeit dieser Schläge nicht ertragen konnte, suchte er sie von dieser Strenge abzubringen, indem er ihr bald die Bußwerkzeuge versteckte, bald ihr den Gedanken eingab, sie könnte dadurch ihren Tod herbeiführen; aber sie überwand alle seine Hinterlist und fuhr fort, ihren Leib zu kasteien und in Zucht zu halten. Immer trug sie ein Cilicium aus Schweinsborsten; in ihr Unterkleid hatte sie Dornen eingenäht. In ihrer Kopfwunde wuchsen Würmer, die sie vielfach recht plagten, und einen so üblen Geruch verbreiteten, daß sie znmeist allein bleiben mußte. Sie trug dieses Leiden mit großer Geduld. Manchmal geschah es, daß solche Würmer von ihrem Haupte fielen. Darüber befragt, gab sie ruhig lächelnd zur Antwort: es seien nur ihre Engelein.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Hannelore1981</name></author>
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		<title>Hannelore1981: /* Lebensbeschreibung */</title>
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		<updated>2017-05-22T11:32:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Lebensbeschreibung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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Sie wurde mit großer Obsicht und Sorgfalt in aller Gottesfurcht und Tugend auferzogen, so daß sie von zarter Kindheit angefangen, die Welt zu verachten und sich aller eiteln und vergänglichen Dinge zu entschlagen. Ihre Kleidung war gering und einfach, indem sie sagte, daß sie allein Jesus zu gefallen und dienen verlange, welcher ihr zu Liebe nackt und bloß, mit Schmach und Schande am Kreuze gestorben sei. Inniglich liebte sie ihre Eltern und &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;gehorsamte &lt;/del&gt;ihnen mit größter Genauigkeit, um ihnen jede Ursache auch zu dem geringsten Verdruß zu benehmen. Um so mehr waren die Eltern, die sich bereits in einem hohen Alter befanden, alles Ernstes besorgt, ihre Tochter, bevor sie stürben, anständig zu &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;verheirathen&lt;/del&gt;. 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Zu ihrem großen Herzenleide mußte sie aber erfahren, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;daß &lt;/del&gt;ihre mütterliche Abmahnung ihnen nicht zu Herzen drang; da begann sie mit derselben Liebe, mit welcher sie für die Mörder ihres Mannes gebetet hatte, Gott zu bitten, er möge ihre Söhne von der Erde hinweg nehmen, bevor sie durch Blutvergießen sein Gebot verletzten. In der &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;That &lt;/del&gt;erkrankten beide Söhne und gingen bald ins bessere Leben ein. Von allen irdischen Banden gelöst und entschlossen, der Erfüllung des göttlichen Willens ihr ganzes Leben zu weihen, begab sie sich jetzt nach Cascia in das Kloster St. Maria Magdalena, und bat inständig um das Ordenskleid. Die dreimal wiederholte Bitte wurde dreimal abgeschlagen, weil man in diesem Kloster keine &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Wittwen &lt;/del&gt;aufzunehmen pflegte. Dennoch verlor sie nicht im geringsten das Vertrauen auf die göttl. Hilfe. Sie kehrte nach Rocca-Porena zurück, und warf sich zu den Füßen des Gekreuzigten nieder, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Ihn demüthig &lt;/del&gt;bittend, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Er &lt;/del&gt;möge sie in diesem Kloster als seine Braut an- und aufnehmen, und verharrte bis Mitternacht in diesem Gebete. Da erschien ihr der heil. Johannes der Täufer mit den hhl. Augustinus und Nikolaus und brachte sie wunderbarer Weise bei verschlossenen &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Thüren &lt;/del&gt;in das Kloster. Jetzt endlich beschlossen die Klosterfrauen, die von den hhl. Ordenspatronen selbst geschickte Novizin zu behalten und einzukleiden, und ließen sie, nachdem sie das Probejahr bestanden, die heil. Gelübde ablegen. Nun entbrannte sie in ganz lebhafter Begierde, eine würdige und möglichst vollkommene Dienerin Gottes zu werden. Namentlich war sie der andächtigen Betrachtung des Leidens Christi innig ergeben. Als sie eines Tages vor dem &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Crucifixe &lt;/del&gt;betete, der Herr möge sich würdigen, ihr von seinen Schmerzen und Peinen etwas &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;mitzutheilen&lt;/del&gt;, löste sich aus der Dornenkrone des &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Crucifixes &lt;/del&gt;ein Dorn ab und sprang ihr mit solcher Heftigkeit an die Stirne, daß sie blutete und die Wunde offen blieb, bis zu ihrem Tode. Nur als sie &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;i. J. &lt;/del&gt;1450 nach Rom reiste, um den Jubiläumsablaß zu gewinnen,&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;25 &lt;/del&gt;heilte sie, brach aber nach der Rückkehr wieder auf. Die &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Selige &lt;/del&gt;pflegte zu sagen und darnach auch zu handeln, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;daß &lt;/del&gt;man die Stacheln des Fleisches leicht besiegen könne, wenn man keine Rücksicht auf den Leib nehme und ihm kein Mitleid schenke. Täglich geißelte sie sich dreimal; das erstemal für die Verstorbenen mit eisernen Kettchen, das zweite Mal für ihre Wohlthäter mit ledernen Riemen, das dritte Mal für alle Sünder mit geflochtenen Stricken. Da der böse Feind die Heftigkeit dieser Schläge nicht ertragen konnte, suchte er sie von dieser Strenge abzubringen, indem er ihr bald die Bußwerkzeuge versteckte, bald ihr den Gedanken eingab, sie könnte dadurch ihren Tod herbeiführen; aber sie überwand alle seine Hinterlist und fuhr fort, ihren Leib zu kasteien und in Zucht zu halten. Immer trug sie ein Cilicium aus Schweinsborsten; in ihr Unterkleid hatte sie Dornen eingenäht. In ihrer Kopfwunde wuchsen Würmer, die sie vielfach recht plagten, und einen so üblen Geruch verbreiteten, daß sie znmeist allein bleiben mußte. Sie trug dieses Leiden mit großer Geduld. Manchmal geschah es, daß solche Würmer von ihrem Haupte fielen. Darüber befragt, gab sie ruhig lächelnd zur Antwort: es seien nur ihre Engelein. &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;– &lt;/del&gt;Wie angenehm ihr Gebet bei Gott gewesen, das ersah man aus der Wirksamkeit desselben. Einst kam eine Frau von Cascia zu ihr mit dem Ansuchen, sie möchte für ihre kranke Tochter beten; als sie nach Hause kam, fand sie ihre Tochter gesund. Ebenso hat sie durch ihr Gebet eine Besessene vom bösen Feinde befreit. Der Ruf hievon verbreitete sich in der Stadt und Umgegend, so daß auch von entfernteren Gegenden her Leidende kamen; Niemand verließ sie ohne Trost und Erbauung. Der Herr suchte seine Dienerin mit einer Krankheit heim, während welcher sie fast gar keine Nahrung zu sich nahm, so &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;daß &lt;/del&gt;sich die Schwestern wunderten, wie sie nur ihr Leben erhalten könne, und &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;deßhalb &lt;/del&gt;glaubten, daß sie mehr durch öftern Empfang des hl. Abendmahls, als durch körperliche Speise ihr Leben friste. Einst besuchte sie auf ihrem Krankenlager eine Blutsverwandte, der sie besonders gewogen war. Als diese die Kranke vor ihrer Heimkehr fragte, ob sie nicht vielleicht einen Wunsch habe, sagte Rita: »Ich möchte gerne eine Rose und ein &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[99] &lt;/del&gt;paar Feigen aus meinem Garten« (sie hatte nämlich bei ihrem Hause in Rocca-Porena ein Gärtlein). Es war aber damals Januar, weßhalb die Verwandte meinte, die &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Selige &lt;/del&gt;rede irre; sie lächelte und ging fort Als sie aber nach Rocca-Porena zurückkam, fand sie wirklich in dem Rosenbeete eine blühende Rose und an einem Feigenbaume frische Feigen. Sie pflückte dieselben und brachte sie der Kranken. &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;– &lt;/del&gt;Nach einigen Monaten fühlte Rila die Nähe des Todes; sie verlangte die Sterbsakramente; nach deren Empfang ermahnte sie ihre Mitschwestern zur genauen Befolgung der Regel, faltete ihre Hände in Kreuzesform, empfing den Segen der &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Abtissin &lt;/del&gt;und starb ganz ruhig &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;i. J. &lt;/del&gt;1457 an einem Samstag Abends am 22. Mai. Bei ihrem letzten Athemzuge hörte man die Klosterglocke dreimal anschlagen, ohne daß ein Mensch Hand anlegte, Licht durchleuchtete die Zelle und das ganze Kloster ward angefüllt mit himmlischem Wohlgeruche. Der Leichnam erschien wunderbar schön gestaltet, und nichts erregte mehr Erstaunen, als &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;daßß &lt;/del&gt;die zuvor rauhe Stirnwunde &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;roth &lt;/del&gt;schimmerte. Als am folgenden Morgen Alles herbeieilte um die Exequien mit einer Menge von Wachskerzen zu feiern, ließ man den Leib in der Kirche stehen, bis der Platz zur Aufnahme der ehrwürdigen Leiche &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;wür dig &lt;/del&gt;zubereitet war. Unterdessen stand eine Blutsverwandte bei der Verstorbenen, die einen bewegungslosen Arm hatte. Während diese sich nun bemühte, den Hals der Verwandten zu umfassen, fühlte sie plötzlich, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;daß &lt;/del&gt;in ihren erstorbenen Arm Leben zurückkehre; mit großer Freude zeigte sie denselben Allen, und denselben nach Belieben hin und her bewegend, verbreitete sie das Wunder, das man mit einem allgemeinen Jubel wahrnahm. Auch später noch ereigneten sich viele Wunder bei ihrem Grabe, nach deren genauen Prüfung &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;i. J. &lt;/del&gt;1627 Urban VIII. gestattete, Rita als »Selige« zu verehren. Auch in Deutschland ist eine »kurze Lebensverfassung« der &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Seligen &lt;/del&gt;zu Regensburg im &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;J. &lt;/del&gt;1708 erschienen, welche wir hier benützt haben. Auf Bildnissen findet sich meistens das oben erzählte wunderbare &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Begebniß &lt;/del&gt;der Verwundung ihrer Stirne dargestellt. Das Mart. Rom. nennt sie ebenfalls am 22. Mai. &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;(V. 223.)&lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Das wunderbare Leben dieser &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Heiligen &lt;/ins&gt;ist nicht von einem gleichzeitigen Schriftsteller geschrieben worden. Ein Augustinerbruder Jakobus Carelicci hat dasselbe bei Gelegenheit ihrer Seligsprechung aus zwei schon vorhandenen ältern Lebensbeschreibungen und mündlichen Nachrichten, wie sie ihm zuflossen ohne jede Prüfung zusammengestellt und die &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Bollandisten &lt;/ins&gt;haben in ihrem Werke eine &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Übersetzung &lt;/ins&gt;seines Buches gegeben. Folgendes ist der wesentliche Inhalt dieser Legende: Die &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;heilige &lt;/ins&gt;Rita war die Tochter hochbejahrter Eheleute zu Rocca-Porena in Umbrien, einem Schlosse, das nicht sehr weit von Cascia entfernt ist. Die beiden Gatten lebten in Eintracht, übten viele Werke der Religion und Frömmigkeit, und hatten besonders eine glühende Andacht zum Leiden des &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[Jesus Christus|&lt;/ins&gt;Heilandes&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]]&lt;/ins&gt;; wo sie immer einen Streit wahrnahmen, suchten sie denselben beizulegen, so daß man sie allenthalben die »Friedensträger Jesu Christi« nannte. Schon waren sie zu hohem Alter gelangt, ohne ihre Ehe durch einen Sproßen gesegnet zu sehen, als es der göttlichen Güte gefiel, ihnen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;im Jahr &lt;/ins&gt;1379 eine Tochter zu schenken. Als das Kind noch in der Wiege lag, sah man weiße Bienen in dem Munde des Kindes ein- und ausfliegen. Sie wurde mit großer Obsicht und Sorgfalt in aller Gottesfurcht und Tugend auferzogen, so daß sie von zarter Kindheit angefangen, die Welt zu verachten und sich aller eiteln und vergänglichen Dinge zu entschlagen. Ihre Kleidung war gering und einfach, indem sie sagte, daß sie allein Jesus zu gefallen und dienen verlange, welcher ihr zu Liebe nackt und bloß, mit Schmach und Schande am Kreuze gestorben sei.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-side-deleted&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-side-deleted&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Inniglich liebte sie ihre Eltern und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;war &lt;/ins&gt;ihnen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;gehorsam &lt;/ins&gt;mit größter Genauigkeit, um ihnen jede Ursache auch zu dem geringsten Verdruß zu benehmen. Um so mehr waren die Eltern, die sich bereits in einem hohen Alter befanden, alles Ernstes besorgt, ihre Tochter, bevor sie stürben, anständig zu &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;verheiraten&lt;/ins&gt;. Obschon diese sehnlichst wünschte, nur &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Christus &lt;/ins&gt;zum Bräutigam zu haben, so willigte sie doch in den Wunsch ihrer Eltern, und verband sich in ihrem 12. Jahre mit einem wegen seiner aufbrausenden Hitze gefürchteten Manne. Sie verstand es aber, ihn so umzuändern, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;dass &lt;/ins&gt;auch er zum Erstaunen Aller fromm und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;sanftmütig &lt;/ins&gt;wurde. Achtzehn Jahre lang lebte sie mit ihm in Frieden und Eintracht. Mit seiner Gutheißung oblag sie fleißig den gewohnten Andachtsübungen, in welchen sie die &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[Gottesmutter Maria|&lt;/ins&gt;seligste Jungfrau&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]]&lt;/ins&gt;, den hl. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[Johannes der Täufer|&lt;/ins&gt;Johannes den Täufer&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]]&lt;/ins&gt;, den hl. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[Augustinus|&lt;/ins&gt;Augustin&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]] &lt;/ins&gt;und den hl. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[Nikolaus von Tolentino|&lt;/ins&gt;Nikolaus von Tolentin&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]] &lt;/ins&gt;besonders verehrte. Sie fastete an allen Vorabenden der Marienfeste bei Wasser und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Brot&lt;/ins&gt;, und hielt außer der Allen vorgeschriebenen 40tägigen Fastenzeit noch zwei andere freiwillige Fasten; auch gab sie, gleichfalls mit Beistimmung ihres Gatten, vieles Almosen und besuchte oftmals die Kranken und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Bresthaften&lt;/ins&gt;. Ihrem Manne gebar sie zwei Söhne &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;(Zwillinge)&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;, welche bereits kräftige Jünglinge waren, als ihr Vater ermordet wurde. Die gute Frau empfand über diesen unverhofften Tod große Schmerzen und beweinte ihn mit vielen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Tränen&lt;/ins&gt;; aber zugleich unterwarf sie sich in diesem und allem dem unerforschlichen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Ratschluß &lt;/ins&gt;und Willen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[Gott]]es &lt;/ins&gt;und betete nach dem Beispiele &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[Jesus Christus|&lt;/ins&gt;Jesu Christi&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]] &lt;/ins&gt;unablässig für die &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Mordtäter&lt;/ins&gt;. Auch ihre Sühne suchte sie zu bewegen, den Mördern das verübte Unrecht zu verzeihen und niemals an ihnen Rache zu nehmen. Zu ihrem großen Herzenleide mußte sie aber erfahren, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;dass &lt;/ins&gt;ihre mütterliche Abmahnung ihnen nicht zu Herzen drang; da begann sie mit derselben Liebe, mit welcher sie für die Mörder ihres Mannes gebetet hatte, Gott zu bitten, er möge ihre Söhne von der Erde hinweg nehmen, bevor sie durch Blutvergießen sein Gebot verletzten. In der &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Tat &lt;/ins&gt;erkrankten beide Söhne und gingen bald ins bessere Leben ein. Von allen irdischen Banden gelöst und entschlossen, der Erfüllung des göttlichen Willens ihr ganzes Leben zu weihen, begab sie sich jetzt nach Cascia in das Kloster St. Maria Magdalena, und bat inständig um das Ordenskleid.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-side-deleted&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-side-deleted&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die dreimal wiederholte Bitte wurde dreimal abgeschlagen, weil man in diesem Kloster keine &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Witwen &lt;/ins&gt;aufzunehmen pflegte. Dennoch verlor sie nicht im geringsten das Vertrauen auf die göttl. Hilfe. Sie kehrte nach Rocca-Porena zurück, und warf sich zu den Füßen des Gekreuzigten nieder, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ihn demütig &lt;/ins&gt;bittend, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;er &lt;/ins&gt;möge sie in diesem Kloster als seine Braut an- und aufnehmen, und verharrte bis Mitternacht in diesem Gebete. Da erschien ihr der heil. Johannes der Täufer mit den hhl. Augustinus und Nikolaus und brachte sie wunderbarer Weise bei verschlossenen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Türen &lt;/ins&gt;in das Kloster. Jetzt endlich beschlossen die Klosterfrauen, die von den hhl. Ordenspatronen selbst geschickte Novizin zu behalten und einzukleiden, und ließen sie, nachdem sie das Probejahr bestanden, die heil. Gelübde ablegen. Nun entbrannte sie in ganz lebhafter Begierde, eine würdige und möglichst vollkommene Dienerin Gottes zu werden. Namentlich war sie der andächtigen Betrachtung des Leidens Christi innig ergeben. Als sie eines Tages vor dem &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Kruzifixe &lt;/ins&gt;betete, der Herr möge sich würdigen, ihr von seinen Schmerzen und Peinen etwas &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;mitzuteilen&lt;/ins&gt;, löste sich aus der Dornenkrone des &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Kruzifixes &lt;/ins&gt;ein Dorn ab und sprang ihr mit solcher Heftigkeit an die Stirne, daß sie blutete und die Wunde offen blieb, bis zu ihrem Tode. Nur als sie &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;im Jahr &lt;/ins&gt;1450 nach &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[&lt;/ins&gt;Rom&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]] &lt;/ins&gt;reiste, um den Jubiläumsablaß zu gewinnen, heilte sie, brach aber nach der Rückkehr wieder auf. Die &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Heilige &lt;/ins&gt;pflegte zu sagen und darnach auch zu handeln, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;dass &lt;/ins&gt;man die Stacheln des Fleisches leicht besiegen könne, wenn man keine Rücksicht auf den Leib nehme und ihm kein Mitleid schenke. Täglich geißelte sie sich dreimal; das erstemal für die Verstorbenen mit eisernen Kettchen, das zweite Mal für ihre Wohlthäter mit ledernen Riemen, das dritte Mal für alle Sünder mit geflochtenen Stricken. Da der böse Feind die Heftigkeit dieser Schläge nicht ertragen konnte, suchte er sie von dieser Strenge abzubringen, indem er ihr bald die Bußwerkzeuge versteckte, bald ihr den Gedanken eingab, sie könnte dadurch ihren Tod herbeiführen; aber sie überwand alle seine Hinterlist und fuhr fort, ihren Leib zu kasteien und in Zucht zu halten. Immer trug sie ein Cilicium aus Schweinsborsten; in ihr Unterkleid hatte sie Dornen eingenäht. In ihrer Kopfwunde wuchsen Würmer, die sie vielfach recht plagten, und einen so üblen Geruch verbreiteten, daß sie znmeist allein bleiben mußte. Sie trug dieses Leiden mit großer Geduld. Manchmal geschah es, daß solche Würmer von ihrem Haupte fielen. Darüber befragt, gab sie ruhig lächelnd zur Antwort: es seien nur ihre Engelein.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Hannelore1981</name></author>
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		<id>http://ecclesiaeveritas.net/index.php?title=Rita_von_Cascia&amp;diff=31350&amp;oldid=prev</id>
		<title>Hannelore1981: /* Lebensbeschreibung */</title>
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		<updated>2017-05-22T09:25:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Lebensbeschreibung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 22. Mai 2017, 09:25 Uhr&lt;/td&gt;
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Die beiden Gatten lebten in Eintracht, übten viele Werke der Religion und Frömmigkeit, und hatten besonders eine glühende Andacht zum Leiden des Heilandes; wo sie immer einen Streit wahrnahmen, suchten sie denselben beizulegen, so daß man sie allenthalben die »Friedensträger Jesu Christi« nannte. Schon waren sie zu hohem Alter gelangt, ohne ihre Ehe durch einen Sproßen gesegnet zu sehen, als es der göttlichen Güte gefiel, ihnen i. J. 1379 eine Tochter zu schenken. Als das Kind noch in der Wiege lag, sah man weiße Bienen in dem Munde des Kindes ein- und ausfliegen. Sie wurde mit großer Obsicht und Sorgfalt in aller Gottesfurcht und Tugend auferzogen, so daß sie von zarter Kindheit angefangen, die Welt zu verachten und sich aller eiteln und vergänglichen Dinge zu entschlagen. Ihre Kleidung war gering und einfach, indem sie sagte, daß sie allein Jesus zu gefallen und dienen verlange, welcher ihr zu Liebe nackt und bloß, mit Schmach und Schande am Kreuze gestorben sei. Inniglich liebte sie ihre Eltern und gehorsamte ihnen mit größter Genauigkeit, um ihnen jede Ursache auch zu dem geringsten Verdruß zu benehmen. Um so mehr waren die Eltern, die sich bereits in einem hohen Alter befanden, alles Ernstes besorgt, ihre Tochter, bevor sie stürben, anständig zu verheirathen. Obschon diese sehnlichst wünschte, nur Christum zum Bräutigam zu haben, so willigte sie doch in den Wunsch ihrer Eltern, und verband sich in ihrem 12. Jahre mit einem wegen seiner aufbrausenden Hitze gefürchteten Manne. Sie verstand es aber, ihn so umzuändern, daß auch er zum Erstaunen Aller fromm und sanftmühig wurde. Achtzehn Jahre lang lebte sie mit ihm in Frieden und Eintracht. Mit seiner Gutheißung oblag sie fleißig den gewohnten Andachtsübungen, in welchen sie die seligste Jungfrau, den hl. Johannes den Täufer, den hl. Augustin und den hl. Nikolaus von Tolentin besonders verehrte. Sie fastete an allen Vorabenden der Marienfeste bei Wasser und Brod, und hielt außer der Allen vorgeschriebenen 40tägigen Fastenzeit noch zwei andere freiwillige Fasten; auch gab sie, gleichfalls mit Beistimmung ihres Gatten, vieles Almosen und besuchte oftmals die Kranken und Presthaften. Ihrem Manne gebar sie zwei Söhne (Zwillinge), welche bereits kräftige Jünglinge waren, als ihr Vater ermordet wurde. Die gute Frau empfand über diesen unverhofften Tod große Schmerzen und beweinte ihn mit vielen Zähren; aber zugleich unterwarf sie sich in diesem und allem dem unerforschlichen Rathschluß und Willen Gottes und betete nach dem Beispiele Jesu Christi unablässig für die Mordthäter. Auch ihre Sühne suchte [98] sie zu bewegen, den Mördern das verübte Unrecht zu verzeihen und niemals an ihnen Rache zu nehmen. Zu ihrem großen Herzenleide mußte sie aber erfahren, daß ihre mütterliche Abmahnung ihnen nicht zu Herzen drang; da begann sie mit derselben Liebe, mit welcher sie für die Mörder ihres Mannes gebetet hatte, Gott zu bitten, er möge ihre Söhne von der Erde hinweg nehmen, bevor sie durch Blutvergießen sein Gebot verletzten. In der That erkrankten beide Söhne und gingen bald ins bessere Leben ein. Von allen irdischen Banden gelöst und entschlossen, der Erfüllung des göttlichen Willens ihr ganzes Leben zu weihen, begab sie sich jetzt nach Cascia in das Kloster St. Maria Magdalena, und bat inständig um das Ordenskleid. Die dreimal wiederholte Bitte wurde dreimal abgeschlagen, weil man in diesem Kloster keine Wittwen aufzunehmen pflegte. Dennoch verlor sie nicht im geringsten das Vertrauen auf die göttl. Hilfe. Sie kehrte nach Rocca-Porena zurück, und warf sich zu den Füßen des Gekreuzigten nieder, Ihn demüthig bittend, Er möge sie in diesem Kloster als seine Braut an- und aufnehmen, und verharrte bis Mitternacht in diesem Gebete. Da erschien ihr der heil. Johannes der Täufer mit den hhl. Augustinus und Nikolaus und brachte sie wunderbarer Weise bei verschlossenen Thüren in das Kloster. Jetzt endlich beschlossen die Klosterfrauen, die von den hhl. Ordenspatronen selbst geschickte Novizin zu behalten und einzukleiden, und ließen sie, nachdem sie das Probejahr bestanden, die heil. Gelübde ablegen. Nun entbrannte sie in ganz lebhafter Begierde, eine würdige und möglichst vollkommene Dienerin Gottes zu werden. Namentlich war sie der andächtigen Betrachtung des Leidens Christi innig ergeben. Als sie eines Tages vor dem Crucifixe betete, der Herr möge sich würdigen, ihr von seinen Schmerzen und Peinen etwas mitzutheilen, löste sich aus der Dornenkrone des Crucifixes ein Dorn ab und sprang ihr mit solcher Heftigkeit an die Stirne, daß sie blutete und die Wunde offen blieb, bis zu ihrem Tode. Nur als sie i. J. 1450 nach Rom reiste, um den Jubiläumsablaß zu gewinnen,25 heilte sie, brach aber nach der Rückkehr wieder auf. Die Selige pflegte zu sagen und darnach auch zu handeln, daß man die Stacheln des Fleisches leicht besiegen könne, wenn man keine Rücksicht auf den Leib nehme und ihm kein Mitleid schenke. Täglich geißelte sie sich dreimal; das erstemal für die Verstorbenen mit eisernen Kettchen, das zweite Mal für ihre Wohlthäter mit ledernen Riemen, das dritte Mal für alle Sünder mit geflochtenen Stricken. Da der böse Feind die Heftigkeit dieser Schläge nicht ertragen konnte, suchte er sie von dieser Strenge abzubringen, indem er ihr bald die Bußwerkzeuge versteckte, bald ihr den Gedanken eingab, sie könnte dadurch ihren Tod herbeiführen; aber sie überwand alle seine Hinterlist und fuhr fort, ihren Leib zu kasteien und in Zucht zu halten. Immer trug sie ein Cilicium aus Schweinsborsten; in ihr Unterkleid hatte sie Dornen eingenäht. In ihrer Kopfwunde wuchsen Würmer, die sie vielfach recht plagten, und einen so üblen Geruch verbreiteten, daß sie znmeist allein bleiben mußte. Sie trug dieses Leiden mit großer Geduld. Manchmal geschah es, daß solche Würmer von ihrem Haupte fielen. Darüber befragt, gab sie ruhig lächelnd zur Antwort: es seien nur ihre Engelein. – Wie angenehm ihr Gebet bei Gott gewesen, das ersah man aus der Wirksamkeit desselben. Einst kam eine Frau von Cascia zu ihr mit dem Ansuchen, sie möchte für ihre kranke Tochter beten; als sie nach Hause kam, fand sie ihre Tochter gesund. Ebenso hat sie durch ihr Gebet eine Besessene vom bösen Feinde befreit. Der Ruf hievon verbreitete sich in der Stadt und Umgegend, so daß auch von entfernteren Gegenden her Leidende kamen; Niemand verließ sie ohne Trost und Erbauung. Der Herr suchte seine Dienerin mit einer Krankheit heim, während welcher sie fast gar keine Nahrung zu sich nahm, so daß sich die Schwestern wunderten, wie sie nur ihr Leben erhalten könne, und deßhalb glaubten, daß sie mehr durch öftern Empfang des hl. Abendmahls, als durch körperliche Speise ihr Leben friste. Einst besuchte sie auf ihrem Krankenlager eine Blutsverwandte, der sie besonders gewogen war. Als diese die Kranke vor ihrer Heimkehr fragte, ob sie nicht vielleicht einen Wunsch habe, sagte Rita: »Ich möchte gerne eine Rose und ein [99] paar Feigen aus meinem Garten« (sie hatte nämlich bei ihrem Hause in Rocca-Porena ein Gärtlein). Es war aber damals Januar, weßhalb die Verwandte meinte, die Selige rede irre; sie lächelte und ging fort Als sie aber nach Rocca-Porena zurückkam, fand sie wirklich in dem Rosenbeete eine blühende Rose und an einem Feigenbaume frische Feigen. Sie pflückte dieselben und brachte sie der Kranken. – Nach einigen Monaten fühlte Rila die Nähe des Todes; sie verlangte die Sterbsakramente; nach deren Empfang ermahnte sie ihre Mitschwestern zur genauen Befolgung der Regel, faltete ihre Hände in Kreuzesform, empfing den Segen der Abtissin und starb ganz ruhig i. J. 1457 an einem Samstag Abends am 22. Mai. Bei ihrem letzten Athemzuge hörte man die Klosterglocke dreimal anschlagen, ohne daß ein Mensch Hand anlegte, Licht durchleuchtete die Zelle und das ganze Kloster ward angefüllt mit himmlischem Wohlgeruche. Der Leichnam erschien wunderbar schön gestaltet, und nichts erregte mehr Erstaunen, als daßß die zuvor rauhe Stirnwunde roth schimmerte. Als am folgenden Morgen Alles herbeieilte um die Exequien mit einer Menge von Wachskerzen zu feiern, ließ man den Leib in der Kirche stehen, bis der Platz zur Aufnahme der ehrwürdigen Leiche wür dig zubereitet war. Unterdessen stand eine Blutsverwandte bei der Verstorbenen, die einen bewegungslosen Arm hatte. Während diese sich nun bemühte, den Hals der Verwandten zu umfassen, fühlte sie plötzlich, daß in ihren erstorbenen Arm Leben zurückkehre; mit großer Freude zeigte sie denselben Allen, und denselben nach Belieben hin und her bewegend, verbreitete sie das Wunder, das man mit einem allgemeinen Jubel wahrnahm. Auch später noch ereigneten sich viele Wunder bei ihrem Grabe, nach deren genauen Prüfung i. J. 1627 Urban VIII. gestattete, Rita als »Selige« zu verehren. Auch in Deutschland ist eine »kurze Lebensverfassung« der Seligen zu Regensburg im J. 1708 erschienen, welche wir hier benützt haben. Auf Bildnissen findet sich meistens das oben erzählte wunderbare Begebniß der Verwundung ihrer Stirne dargestellt. Das Mart. Rom. nennt sie ebenfalls am 22. Mai. (V. 223.)&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Das wunderbare Leben dieser Seligen ist nicht von einem gleichzeitigen Schriftsteller geschrieben worden. Ein Augustinerbruder Jakobus Carelicci hat dasselbe bei Gelegenheit ihrer Seligsprechung aus zwei schon vorhandenen ältern Lebensbeschreibungen und mündlichen Nachrichten, wie sie ihm zuflossen ohne jede Prüfung zusammengestellt und die Boll. haben in ihrem Werke eine Uebersetzung seines Buches gegeben. Folgendes ist der wesentliche Inhalt dieser Legende: Die selige Rita war die Tochter hochbejahrter Eheleute zu Rocca-Porena in Umbrien, einem Schlosse, das nicht sehr weit von Cascia entfernt ist. Die beiden Gatten lebten in Eintracht, übten viele Werke der Religion und Frömmigkeit, und hatten besonders eine glühende Andacht zum Leiden des Heilandes; wo sie immer einen Streit wahrnahmen, suchten sie denselben beizulegen, so daß man sie allenthalben die »Friedensträger Jesu Christi« nannte. Schon waren sie zu hohem Alter gelangt, ohne ihre Ehe durch einen Sproßen gesegnet zu sehen, als es der göttlichen Güte gefiel, ihnen i. J. 1379 eine Tochter zu schenken. 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Jahre mit einem wegen seiner aufbrausenden Hitze gefürchteten Manne. Sie verstand es aber, ihn so umzuändern, daß auch er zum Erstaunen Aller fromm und sanftmühig wurde. Achtzehn Jahre lang lebte sie mit ihm in Frieden und Eintracht. Mit seiner Gutheißung oblag sie fleißig den gewohnten Andachtsübungen, in welchen sie die seligste Jungfrau, den hl. Johannes den Täufer, den hl. Augustin und den hl. Nikolaus von Tolentin besonders verehrte. Sie fastete an allen Vorabenden der Marienfeste bei Wasser und Brod, und hielt außer der Allen vorgeschriebenen 40tägigen Fastenzeit noch zwei andere freiwillige Fasten; auch gab sie, gleichfalls mit Beistimmung ihres Gatten, vieles Almosen und besuchte oftmals die Kranken und Presthaften. Ihrem Manne gebar sie zwei Söhne (Zwillinge), welche bereits kräftige Jünglinge waren, als ihr Vater ermordet wurde. Die gute Frau empfand über diesen unverhofften Tod große Schmerzen und beweinte ihn mit vielen Zähren; aber zugleich unterwarf sie sich in diesem und allem dem unerforschlichen Rathschluß und Willen Gottes und betete nach dem Beispiele Jesu Christi unablässig für die Mordthäter. Auch ihre Sühne suchte [98] sie zu bewegen, den Mördern das verübte Unrecht zu verzeihen und niemals an ihnen Rache zu nehmen. Zu ihrem großen Herzenleide mußte sie aber erfahren, daß ihre mütterliche Abmahnung ihnen nicht zu Herzen drang; da begann sie mit derselben Liebe, mit welcher sie für die Mörder ihres Mannes gebetet hatte, Gott zu bitten, er möge ihre Söhne von der Erde hinweg nehmen, bevor sie durch Blutvergießen sein Gebot verletzten. In der That erkrankten beide Söhne und gingen bald ins bessere Leben ein. Von allen irdischen Banden gelöst und entschlossen, der Erfüllung des göttlichen Willens ihr ganzes Leben zu weihen, begab sie sich jetzt nach Cascia in das Kloster St. Maria Magdalena, und bat inständig um das Ordenskleid. Die dreimal wiederholte Bitte wurde dreimal abgeschlagen, weil man in diesem Kloster keine Wittwen aufzunehmen pflegte. Dennoch verlor sie nicht im geringsten das Vertrauen auf die göttl. Hilfe. Sie kehrte nach Rocca-Porena zurück, und warf sich zu den Füßen des Gekreuzigten nieder, Ihn demüthig bittend, Er möge sie in diesem Kloster als seine Braut an- und aufnehmen, und verharrte bis Mitternacht in diesem Gebete. Da erschien ihr der heil. Johannes der Täufer mit den hhl. Augustinus und Nikolaus und brachte sie wunderbarer Weise bei verschlossenen Thüren in das Kloster. Jetzt endlich beschlossen die Klosterfrauen, die von den hhl. Ordenspatronen selbst geschickte Novizin zu behalten und einzukleiden, und ließen sie, nachdem sie das Probejahr bestanden, die heil. Gelübde ablegen. Nun entbrannte sie in ganz lebhafter Begierde, eine würdige und möglichst vollkommene Dienerin Gottes zu werden. Namentlich war sie der andächtigen Betrachtung des Leidens Christi innig ergeben. Als sie eines Tages vor dem Crucifixe betete, der Herr möge sich würdigen, ihr von seinen Schmerzen und Peinen etwas mitzutheilen, löste sich aus der Dornenkrone des Crucifixes ein Dorn ab und sprang ihr mit solcher Heftigkeit an die Stirne, daß sie blutete und die Wunde offen blieb, bis zu ihrem Tode. Nur als sie i. J. 1450 nach Rom reiste, um den Jubiläumsablaß zu gewinnen,25 heilte sie, brach aber nach der Rückkehr wieder auf. Die Selige pflegte zu sagen und darnach auch zu handeln, daß man die Stacheln des Fleisches leicht besiegen könne, wenn man keine Rücksicht auf den Leib nehme und ihm kein Mitleid schenke. Täglich geißelte sie sich dreimal; das erstemal für die Verstorbenen mit eisernen Kettchen, das zweite Mal für ihre Wohlthäter mit ledernen Riemen, das dritte Mal für alle Sünder mit geflochtenen Stricken. Da der böse Feind die Heftigkeit dieser Schläge nicht ertragen konnte, suchte er sie von dieser Strenge abzubringen, indem er ihr bald die Bußwerkzeuge versteckte, bald ihr den Gedanken eingab, sie könnte dadurch ihren Tod herbeiführen; aber sie überwand alle seine Hinterlist und fuhr fort, ihren Leib zu kasteien und in Zucht zu halten. Immer trug sie ein Cilicium aus Schweinsborsten; in ihr Unterkleid hatte sie Dornen eingenäht. In ihrer Kopfwunde wuchsen Würmer, die sie vielfach recht plagten, und einen so üblen Geruch verbreiteten, daß sie znmeist allein bleiben mußte. Sie trug dieses Leiden mit großer Geduld. Manchmal geschah es, daß solche Würmer von ihrem Haupte fielen. Darüber befragt, gab sie ruhig lächelnd zur Antwort: es seien nur ihre Engelein. – Wie angenehm ihr Gebet bei Gott gewesen, das ersah man aus der Wirksamkeit desselben. Einst kam eine Frau von Cascia zu ihr mit dem Ansuchen, sie möchte für ihre kranke Tochter beten; als sie nach Hause kam, fand sie ihre Tochter gesund. Ebenso hat sie durch ihr Gebet eine Besessene vom bösen Feinde befreit. Der Ruf hievon verbreitete sich in der Stadt und Umgegend, so daß auch von entfernteren Gegenden her Leidende kamen; Niemand verließ sie ohne Trost und Erbauung. Der Herr suchte seine Dienerin mit einer Krankheit heim, während welcher sie fast gar keine Nahrung zu sich nahm, so daß sich die Schwestern wunderten, wie sie nur ihr Leben erhalten könne, und deßhalb glaubten, daß sie mehr durch öftern Empfang des hl. Abendmahls, als durch körperliche Speise ihr Leben friste. Einst besuchte sie auf ihrem Krankenlager eine Blutsverwandte, der sie besonders gewogen war. Als diese die Kranke vor ihrer Heimkehr fragte, ob sie nicht vielleicht einen Wunsch habe, sagte Rita: »Ich möchte gerne eine Rose und ein [99] paar Feigen aus meinem Garten« (sie hatte nämlich bei ihrem Hause in Rocca-Porena ein Gärtlein). Es war aber damals Januar, weßhalb die Verwandte meinte, die Selige rede irre; sie lächelte und ging fort Als sie aber nach Rocca-Porena zurückkam, fand sie wirklich in dem Rosenbeete eine blühende Rose und an einem Feigenbaume frische Feigen. Sie pflückte dieselben und brachte sie der Kranken. – Nach einigen Monaten fühlte Rila die Nähe des Todes; sie verlangte die Sterbsakramente; nach deren Empfang ermahnte sie ihre Mitschwestern zur genauen Befolgung der Regel, faltete ihre Hände in Kreuzesform, empfing den Segen der Abtissin und starb ganz ruhig i. J. 1457 an einem Samstag Abends am 22. Mai. Bei ihrem letzten Athemzuge hörte man die Klosterglocke dreimal anschlagen, ohne daß ein Mensch Hand anlegte, Licht durchleuchtete die Zelle und das ganze Kloster ward angefüllt mit himmlischem Wohlgeruche. Der Leichnam erschien wunderbar schön gestaltet, und nichts erregte mehr Erstaunen, als daßß die zuvor rauhe Stirnwunde roth schimmerte. Als am folgenden Morgen Alles herbeieilte um die Exequien mit einer Menge von Wachskerzen zu feiern, ließ man den Leib in der Kirche stehen, bis der Platz zur Aufnahme der ehrwürdigen Leiche wür dig zubereitet war. Unterdessen stand eine Blutsverwandte bei der Verstorbenen, die einen bewegungslosen Arm hatte. Während diese sich nun bemühte, den Hals der Verwandten zu umfassen, fühlte sie plötzlich, daß in ihren erstorbenen Arm Leben zurückkehre; mit großer Freude zeigte sie denselben Allen, und denselben nach Belieben hin und her bewegend, verbreitete sie das Wunder, das man mit einem allgemeinen Jubel wahrnahm. Auch später noch ereigneten sich viele Wunder bei ihrem Grabe, nach deren genauen Prüfung i. J. 1627 Urban VIII. gestattete, Rita als »Selige« zu verehren. Auch in Deutschland ist eine »kurze Lebensverfassung« der Seligen zu Regensburg im J. 1708 erschienen, welche wir hier benützt haben. Auf Bildnissen findet sich meistens das oben erzählte wunderbare Begebniß der Verwundung ihrer Stirne dargestellt. Das Mart. Rom. nennt sie ebenfalls am 22. Mai. (V. 223.)&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Die beiden Gatten lebten in Eintracht, übten viele Werke der Religion und Frömmigkeit, und hatten besonders eine glühende Andacht zum Leiden des Heilandes; wo sie immer einen Streit wahrnahmen, suchten sie denselben beizulegen, so daß man sie allenthalben die »Friedensträger Jesu Christi« nannte. Schon waren sie zu hohem Alter gelangt, ohne ihre Ehe durch einen Sproßen gesegnet zu sehen, als es der göttlichen Güte gefiel, ihnen i. J. 1379 eine Tochter zu schenken. Als das Kind noch in der Wiege lag, sah man weiße Bienen in dem Munde des Kindes ein- und ausfliegen. Sie wurde mit großer Obsicht und Sorgfalt in aller Gottesfurcht und Tugend auferzogen, so daß sie von zarter Kindheit angefangen, die Welt zu verachten und sich aller eiteln und vergänglichen Dinge zu entschlagen. Ihre Kleidung war gering und einfach, indem sie sagte, daß sie allein Jesus zu gefallen und dienen verlange, welcher ihr zu Liebe nackt und bloß, mit Schmach und Schande am Kreuze gestorben sei. Inniglich liebte sie ihre Eltern und gehorsamte ihnen mit größter Genauigkeit, um ihnen jede Ursache auch zu dem geringsten Verdruß zu benehmen. Um so mehr waren die Eltern, die sich bereits in einem hohen Alter befanden, alles Ernstes besorgt, ihre Tochter, bevor sie stürben, anständig zu verheirathen. Obschon diese sehnlichst wünschte, nur Christum zum Bräutigam zu haben, so willigte sie doch in den Wunsch ihrer Eltern, und verband sich in ihrem 12. Jahre mit einem wegen seiner aufbrausenden Hitze gefürchteten Manne. Sie verstand es aber, ihn so umzuändern, daß auch er zum Erstaunen Aller fromm und sanftmühig wurde. Achtzehn Jahre lang lebte sie mit ihm in Frieden und Eintracht. Mit seiner Gutheißung oblag sie fleißig den gewohnten Andachtsübungen, in welchen sie die seligste Jungfrau, den hl. Johannes den Täufer, den hl. Augustin und den hl. Nikolaus von Tolentin besonders verehrte. Sie fastete an allen Vorabenden der Marienfeste bei Wasser und Brod, und hielt außer der Allen vorgeschriebenen 40tägigen Fastenzeit noch zwei andere freiwillige Fasten; auch gab sie, gleichfalls mit Beistimmung ihres Gatten, vieles Almosen und besuchte oftmals die Kranken und Presthaften. Ihrem Manne gebar sie zwei Söhne (Zwillinge), welche bereits kräftige Jünglinge waren, als ihr Vater ermordet wurde. Die gute Frau empfand über diesen unverhofften Tod große Schmerzen und beweinte ihn mit vielen Zähren; aber zugleich unterwarf sie sich in diesem und allem dem unerforschlichen Rathschluß und Willen Gottes und betete nach dem Beispiele Jesu Christi unablässig für die Mordthäter. Auch ihre Sühne suchte [98] sie zu bewegen, den Mördern das verübte Unrecht zu verzeihen und niemals an ihnen Rache zu nehmen. Zu ihrem großen Herzenleide mußte sie aber erfahren, daß ihre mütterliche Abmahnung ihnen nicht zu Herzen drang; da begann sie mit derselben Liebe, mit welcher sie für die Mörder ihres Mannes gebetet hatte, Gott zu bitten, er möge ihre Söhne von der Erde hinweg nehmen, bevor sie durch Blutvergießen sein Gebot verletzten. In der That erkrankten beide Söhne und gingen bald ins bessere Leben ein. Von allen irdischen Banden gelöst und entschlossen, der Erfüllung des göttlichen Willens ihr ganzes Leben zu weihen, begab sie sich jetzt nach Cascia in das Kloster St. Maria Magdalena, und bat inständig um das Ordenskleid. Die dreimal wiederholte Bitte wurde dreimal abgeschlagen, weil man in diesem Kloster keine Wittwen aufzunehmen pflegte. Dennoch verlor sie nicht im geringsten das Vertrauen auf die göttl. Hilfe. Sie kehrte nach Rocca-Porena zurück, und warf sich zu den Füßen des Gekreuzigten nieder, Ihn demüthig bittend, Er möge sie in diesem Kloster als seine Braut an- und aufnehmen, und verharrte bis Mitternacht in diesem Gebete. Da erschien ihr der heil. Johannes der Täufer mit den hhl. Augustinus und Nikolaus und brachte sie wunderbarer Weise bei verschlossenen Thüren in das Kloster. Jetzt endlich beschlossen die Klosterfrauen, die von den hhl. Ordenspatronen selbst geschickte Novizin zu behalten und einzukleiden, und ließen sie, nachdem sie das Probejahr bestanden, die heil. Gelübde ablegen. Nun entbrannte sie in ganz lebhafter Begierde, eine würdige und möglichst vollkommene Dienerin Gottes zu werden. Namentlich war sie der andächtigen Betrachtung des Leidens Christi innig ergeben. Als sie eines Tages vor dem Crucifixe betete, der Herr möge sich würdigen, ihr von seinen Schmerzen und Peinen etwas mitzutheilen, löste sich aus der Dornenkrone des Crucifixes ein Dorn ab und sprang ihr mit solcher Heftigkeit an die Stirne, daß sie blutete und die Wunde offen blieb, bis zu ihrem Tode. Nur als sie i. J. 1450 nach Rom reiste, um den Jubiläumsablaß zu gewinnen,25 heilte sie, brach aber nach der Rückkehr wieder auf. Die Selige pflegte zu sagen und darnach auch zu handeln, daß man die Stacheln des Fleisches leicht besiegen könne, wenn man keine Rücksicht auf den Leib nehme und ihm kein Mitleid schenke. Täglich geißelte sie sich dreimal; das erstemal für die Verstorbenen mit eisernen Kettchen, das zweite Mal für ihre Wohlthäter mit ledernen Riemen, das dritte Mal für alle Sünder mit geflochtenen Stricken. Da der böse Feind die Heftigkeit dieser Schläge nicht ertragen konnte, suchte er sie von dieser Strenge abzubringen, indem er ihr bald die Bußwerkzeuge versteckte, bald ihr den Gedanken eingab, sie könnte dadurch ihren Tod herbeiführen; aber sie überwand alle seine Hinterlist und fuhr fort, ihren Leib zu kasteien und in Zucht zu halten. Immer trug sie ein Cilicium aus Schweinsborsten; in ihr Unterkleid hatte sie Dornen eingenäht. In ihrer Kopfwunde wuchsen Würmer, die sie vielfach recht plagten, und einen so üblen Geruch verbreiteten, daß sie znmeist allein bleiben mußte. Sie trug dieses Leiden mit großer Geduld. Manchmal geschah es, daß solche Würmer von ihrem Haupte fielen. Darüber befragt, gab sie ruhig lächelnd zur Antwort: es seien nur ihre Engelein. – Wie angenehm ihr Gebet bei Gott gewesen, das ersah man aus der Wirksamkeit desselben. 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Als diese die Kranke vor ihrer Heimkehr fragte, ob sie nicht vielleicht einen Wunsch habe, sagte Rita: »Ich möchte gerne eine Rose und ein [99] paar Feigen aus meinem Garten« (sie hatte nämlich bei ihrem Hause in Rocca-Porena ein Gärtlein). Es war aber damals Januar, weßhalb die Verwandte meinte, die Selige rede irre; sie lächelte und ging fort Als sie aber nach Rocca-Porena zurückkam, fand sie wirklich in dem Rosenbeete eine blühende Rose und an einem Feigenbaume frische Feigen. Sie pflückte dieselben und brachte sie der Kranken. – Nach einigen Monaten fühlte Rila die Nähe des Todes; sie verlangte die Sterbsakramente; nach deren Empfang ermahnte sie ihre Mitschwestern zur genauen Befolgung der Regel, faltete ihre Hände in Kreuzesform, empfing den Segen der Abtissin und starb ganz ruhig i. J. 1457 an einem Samstag Abends am 22. Mai. Bei ihrem letzten Athemzuge hörte man die Klosterglocke dreimal anschlagen, ohne daß ein Mensch Hand anlegte, Licht durchleuchtete die Zelle und das ganze Kloster ward angefüllt mit himmlischem Wohlgeruche. Der Leichnam erschien wunderbar schön gestaltet, und nichts erregte mehr Erstaunen, als daßß die zuvor rauhe Stirnwunde roth schimmerte. Als am folgenden Morgen Alles herbeieilte um die Exequien mit einer Menge von Wachskerzen zu feiern, ließ man den Leib in der Kirche stehen, bis der Platz zur Aufnahme der ehrwürdigen Leiche wür dig zubereitet war. Unterdessen stand eine Blutsverwandte bei der Verstorbenen, die einen bewegungslosen Arm hatte. Während diese sich nun bemühte, den Hals der Verwandten zu umfassen, fühlte sie plötzlich, daß in ihren erstorbenen Arm Leben zurückkehre; mit großer Freude zeigte sie denselben Allen, und denselben nach Belieben hin und her bewegend, verbreitete sie das Wunder, das man mit einem allgemeinen Jubel wahrnahm. Auch später noch ereigneten sich viele Wunder bei ihrem Grabe, nach deren genauen Prüfung i. J. 1627 Urban VIII. gestattete, Rita als »Selige« zu verehren. Auch in Deutschland ist eine »kurze Lebensverfassung« der Seligen zu Regensburg im J. 1708 erschienen, welche wir hier benützt haben. Auf Bildnissen findet sich meistens das oben erzählte wunderbare Begebniß der Verwundung ihrer Stirne dargestellt. Das Mart. Rom. nennt sie ebenfalls am 22. Mai. (V. 223.)&lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-side-added&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Hannelore1981</name></author>
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		<title>Hannelore1981: Die Seite wurde neu angelegt: „Andachtsbild - gemeinfrei  ==&#039;&#039;Fest&#039;&#039;==  22. Mai  ==&#039;&#039;Lebensbeschreibung&#039;&#039;==  &#039;&#039;&#039;IN BEARBEITUNG VON HANNELO…“</title>
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		<updated>2017-05-22T09:24:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „&lt;a href=&quot;/index.php?title=Datei:Rita_von_Cascia3.jpg&quot; title=&quot;Datei:Rita von Cascia3.jpg&quot;&gt;links|thumb|350px|Andachtsbild - gemeinfrei&lt;/a&gt;  ==&amp;#039;&amp;#039;Fest&amp;#039;&amp;#039;==  &lt;a href=&quot;/index.php?title=22._Mai&quot; title=&quot;22. Mai&quot;&gt;22. Mai&lt;/a&gt;  ==&amp;#039;&amp;#039;Lebensbeschreibung&amp;#039;&amp;#039;==  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;IN BEARBEITUNG VON HANNELO…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Rita von Cascia3.jpg|links|thumb|350px|Andachtsbild - gemeinfrei]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Das wunderbare Leben dieser Seligen ist nicht von einem gleichzeitigen Schriftsteller geschrieben worden. Ein Augustinerbruder Jakobus Carelicci hat dasselbe bei Gelegenheit ihrer Seligsprechung aus zwei schon vorhandenen ältern Lebensbeschreibungen und mündlichen Nachrichten, wie sie ihm zuflossen ohne jede Prüfung zusammengestellt und die Boll. haben in ihrem Werke eine Uebersetzung seines Buches gegeben. Folgendes ist der wesentliche Inhalt dieser Legende: Die selige Rita war die Tochter hochbejahrter Eheleute zu Rocca-Porena in Umbrien, einem Schlosse, das nicht sehr weit von Cascia entfernt ist. Die beiden Gatten lebten in Eintracht, übten viele Werke der Religion und Frömmigkeit, und hatten besonders eine glühende Andacht zum Leiden des Heilandes; wo sie immer einen Streit wahrnahmen, suchten sie denselben beizulegen, so daß man sie allenthalben die »Friedensträger Jesu Christi« nannte. Schon waren sie zu hohem Alter gelangt, ohne ihre Ehe durch einen Sproßen gesegnet zu sehen, als es der göttlichen Güte gefiel, ihnen i. J. 1379 eine Tochter zu schenken. Als das Kind noch in der Wiege lag, sah man weiße Bienen in dem Munde des Kindes ein- und ausfliegen. Sie wurde mit großer Obsicht und Sorgfalt in aller Gottesfurcht und Tugend auferzogen, so daß sie von zarter Kindheit angefangen, die Welt zu verachten und sich aller eiteln und vergänglichen Dinge zu entschlagen. Ihre Kleidung war gering und einfach, indem sie sagte, daß sie allein Jesus zu gefallen und dienen verlange, welcher ihr zu Liebe nackt und bloß, mit Schmach und Schande am Kreuze gestorben sei. Inniglich liebte sie ihre Eltern und gehorsamte ihnen mit größter Genauigkeit, um ihnen jede Ursache auch zu dem geringsten Verdruß zu benehmen. Um so mehr waren die Eltern, die sich bereits in einem hohen Alter befanden, alles Ernstes besorgt, ihre Tochter, bevor sie stürben, anständig zu verheirathen. 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Ihrem Manne gebar sie zwei Söhne (Zwillinge), welche bereits kräftige Jünglinge waren, als ihr Vater ermordet wurde. Die gute Frau empfand über diesen unverhofften Tod große Schmerzen und beweinte ihn mit vielen Zähren; aber zugleich unterwarf sie sich in diesem und allem dem unerforschlichen Rathschluß und Willen Gottes und betete nach dem Beispiele Jesu Christi unablässig für die Mordthäter. Auch ihre Sühne suchte [98] sie zu bewegen, den Mördern das verübte Unrecht zu verzeihen und niemals an ihnen Rache zu nehmen. Zu ihrem großen Herzenleide mußte sie aber erfahren, daß ihre mütterliche Abmahnung ihnen nicht zu Herzen drang; da begann sie mit derselben Liebe, mit welcher sie für die Mörder ihres Mannes gebetet hatte, Gott zu bitten, er möge ihre Söhne von der Erde hinweg nehmen, bevor sie durch Blutvergießen sein Gebot verletzten. In der That erkrankten beide Söhne und gingen bald ins bessere Leben ein. 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Das wunderbare Leben dieser Seligen ist nicht von einem gleichzeitigen Schriftsteller geschrieben worden. Ein Augustinerbruder Jakobus Carelicci hat dasselbe bei Gelegenheit ihrer Seligsprechung aus zwei schon vorhandenen ältern Lebensbeschreibungen und mündlichen Nachrichten, wie sie ihm zuflossen ohne jede Prüfung zusammengestellt und die Boll. haben in ihrem Werke eine Uebersetzung seines Buches gegeben. Folgendes ist der wesentliche Inhalt dieser Legende: Die selige Rita war die Tochter hochbejahrter Eheleute zu Rocca-Porena in Umbrien, einem Schlosse, das nicht sehr weit von Cascia entfernt ist. Die beiden Gatten lebten in Eintracht, übten viele Werke der Religion und Frömmigkeit, und hatten besonders eine glühende Andacht zum Leiden des Heilandes; wo sie immer einen Streit wahrnahmen, suchten sie denselben beizulegen, so daß man sie allenthalben die »Friedensträger Jesu Christi« nannte. Schon waren sie zu hohem Alter gelangt, ohne ihre Ehe durch einen Sproßen gesegnet zu sehen, als es der göttlichen Güte gefiel, ihnen i. J. 1379 eine Tochter zu schenken. Als das Kind noch in der Wiege lag, sah man weiße Bienen in dem Munde des Kindes ein- und ausfliegen. Sie wurde mit großer Obsicht und Sorgfalt in aller Gottesfurcht und Tugend auferzogen, so daß sie von zarter Kindheit angefangen, die Welt zu verachten und sich aller eiteln und vergänglichen Dinge zu entschlagen. Ihre Kleidung war gering und einfach, indem sie sagte, daß sie allein Jesus zu gefallen und dienen verlange, welcher ihr zu Liebe nackt und bloß, mit Schmach und Schande am Kreuze gestorben sei. Inniglich liebte sie ihre Eltern und gehorsamte ihnen mit größter Genauigkeit, um ihnen jede Ursache auch zu dem geringsten Verdruß zu benehmen. Um so mehr waren die Eltern, die sich bereits in einem hohen Alter befanden, alles Ernstes besorgt, ihre Tochter, bevor sie stürben, anständig zu verheirathen. Obschon diese sehnlichst wünschte, nur Christum zum Bräutigam zu haben, so willigte sie doch in den Wunsch ihrer Eltern, und verband sich in ihrem 12. Jahre mit einem wegen seiner aufbrausenden Hitze gefürchteten Manne. Sie verstand es aber, ihn so umzuändern, daß auch er zum Erstaunen Aller fromm und sanftmühig wurde. Achtzehn Jahre lang lebte sie mit ihm in Frieden und Eintracht. Mit seiner Gutheißung oblag sie fleißig den gewohnten Andachtsübungen, in welchen sie die seligste Jungfrau, den hl. Johannes den Täufer, den hl. Augustin und den hl. Nikolaus von Tolentin besonders verehrte. Sie fastete an allen Vorabenden der Marienfeste bei Wasser und Brod, und hielt außer der Allen vorgeschriebenen 40tägigen Fastenzeit noch zwei andere freiwillige Fasten; auch gab sie, gleichfalls mit Beistimmung ihres Gatten, vieles Almosen und besuchte oftmals die Kranken und Presthaften. Ihrem Manne gebar sie zwei Söhne (Zwillinge), welche bereits kräftige Jünglinge waren, als ihr Vater ermordet wurde. Die gute Frau empfand über diesen unverhofften Tod große Schmerzen und beweinte ihn mit vielen Zähren; aber zugleich unterwarf sie sich in diesem und allem dem unerforschlichen Rathschluß und Willen Gottes und betete nach dem Beispiele Jesu Christi unablässig für die Mordthäter. Auch ihre Sühne suchte [98] sie zu bewegen, den Mördern das verübte Unrecht zu verzeihen und niemals an ihnen Rache zu nehmen. Zu ihrem großen Herzenleide mußte sie aber erfahren, daß ihre mütterliche Abmahnung ihnen nicht zu Herzen drang; da begann sie mit derselben Liebe, mit welcher sie für die Mörder ihres Mannes gebetet hatte, Gott zu bitten, er möge ihre Söhne von der Erde hinweg nehmen, bevor sie durch Blutvergießen sein Gebot verletzten. In der That erkrankten beide Söhne und gingen bald ins bessere Leben ein. Von allen irdischen Banden gelöst und entschlossen, der Erfüllung des göttlichen Willens ihr ganzes Leben zu weihen, begab sie sich jetzt nach Cascia in das Kloster St. Maria Magdalena, und bat inständig um das Ordenskleid. Die dreimal wiederholte Bitte wurde dreimal abgeschlagen, weil man in diesem Kloster keine Wittwen aufzunehmen pflegte. Dennoch verlor sie nicht im geringsten das Vertrauen auf die göttl. Hilfe. Sie kehrte nach Rocca-Porena zurück, und warf sich zu den Füßen des Gekreuzigten nieder, Ihn demüthig bittend, Er möge sie in diesem Kloster als seine Braut an- und aufnehmen, und verharrte bis Mitternacht in diesem Gebete. Da erschien ihr der heil. Johannes der Täufer mit den hhl. Augustinus und Nikolaus und brachte sie wunderbarer Weise bei verschlossenen Thüren in das Kloster. Jetzt endlich beschlossen die Klosterfrauen, die von den hhl. Ordenspatronen selbst geschickte Novizin zu behalten und einzukleiden, und ließen sie, nachdem sie das Probejahr bestanden, die heil. Gelübde ablegen. Nun entbrannte sie in ganz lebhafter Begierde, eine würdige und möglichst vollkommene Dienerin Gottes zu werden. Namentlich war sie der andächtigen Betrachtung des Leidens Christi innig ergeben. Als sie eines Tages vor dem Crucifixe betete, der Herr möge sich würdigen, ihr von seinen Schmerzen und Peinen etwas mitzutheilen, löste sich aus der Dornenkrone des Crucifixes ein Dorn ab und sprang ihr mit solcher Heftigkeit an die Stirne, daß sie blutete und die Wunde offen blieb, bis zu ihrem Tode. Nur als sie i. J. 1450 nach Rom reiste, um den Jubiläumsablaß zu gewinnen,25 heilte sie, brach aber nach der Rückkehr wieder auf. Die Selige pflegte zu sagen und darnach auch zu handeln, daß man die Stacheln des Fleisches leicht besiegen könne, wenn man keine Rücksicht auf den Leib nehme und ihm kein Mitleid schenke. Täglich geißelte sie sich dreimal; das erstemal für die Verstorbenen mit eisernen Kettchen, das zweite Mal für ihre Wohlthäter mit ledernen Riemen, das dritte Mal für alle Sünder mit geflochtenen Stricken. Da der böse Feind die Heftigkeit dieser Schläge nicht ertragen konnte, suchte er sie von dieser Strenge abzubringen, indem er ihr bald die Bußwerkzeuge versteckte, bald ihr den Gedanken eingab, sie könnte dadurch ihren Tod herbeiführen; aber sie überwand alle seine Hinterlist und fuhr fort, ihren Leib zu kasteien und in Zucht zu halten. Immer trug sie ein Cilicium aus Schweinsborsten; in ihr Unterkleid hatte sie Dornen eingenäht. In ihrer Kopfwunde wuchsen Würmer, die sie vielfach recht plagten, und einen so üblen Geruch verbreiteten, daß sie znmeist allein bleiben mußte. Sie trug dieses Leiden mit großer Geduld. Manchmal geschah es, daß solche Würmer von ihrem Haupte fielen. Darüber befragt, gab sie ruhig lächelnd zur Antwort: es seien nur ihre Engelein. – Wie angenehm ihr Gebet bei Gott gewesen, das ersah man aus der Wirksamkeit desselben. Einst kam eine Frau von Cascia zu ihr mit dem Ansuchen, sie möchte für ihre kranke Tochter beten; als sie nach Hause kam, fand sie ihre Tochter gesund. Ebenso hat sie durch ihr Gebet eine Besessene vom bösen Feinde befreit. Der Ruf hievon verbreitete sich in der Stadt und Umgegend, so daß auch von entfernteren Gegenden her Leidende kamen; Niemand verließ sie ohne Trost und Erbauung. Der Herr suchte seine Dienerin mit einer Krankheit heim, während welcher sie fast gar keine Nahrung zu sich nahm, so daß sich die Schwestern wunderten, wie sie nur ihr Leben erhalten könne, und deßhalb glaubten, daß sie mehr durch öftern Empfang des hl. Abendmahls, als durch körperliche Speise ihr Leben friste. Einst besuchte sie auf ihrem Krankenlager eine Blutsverwandte, der sie besonders gewogen war. Als diese die Kranke vor ihrer Heimkehr fragte, ob sie nicht vielleicht einen Wunsch habe, sagte Rita: »Ich möchte gerne eine Rose und ein [99] paar Feigen aus meinem Garten« (sie hatte nämlich bei ihrem Hause in Rocca-Porena ein Gärtlein). Es war aber damals Januar, weßhalb die Verwandte meinte, die Selige rede irre; sie lächelte und ging fort Als sie aber nach Rocca-Porena zurückkam, fand sie wirklich in dem Rosenbeete eine blühende Rose und an einem Feigenbaume frische Feigen. Sie pflückte dieselben und brachte sie der Kranken. – Nach einigen Monaten fühlte Rila die Nähe des Todes; sie verlangte die Sterbsakramente; nach deren Empfang ermahnte sie ihre Mitschwestern zur genauen Befolgung der Regel, faltete ihre Hände in Kreuzesform, empfing den Segen der Abtissin und starb ganz ruhig i. J. 1457 an einem Samstag Abends am 22. Mai. Bei ihrem letzten Athemzuge hörte man die Klosterglocke dreimal anschlagen, ohne daß ein Mensch Hand anlegte, Licht durchleuchtete die Zelle und das ganze Kloster ward angefüllt mit himmlischem Wohlgeruche. Der Leichnam erschien wunderbar schön gestaltet, und nichts erregte mehr Erstaunen, als daßß die zuvor rauhe Stirnwunde roth schimmerte. Als am folgenden Morgen Alles herbeieilte um die Exequien mit einer Menge von Wachskerzen zu feiern, ließ man den Leib in der Kirche stehen, bis der Platz zur Aufnahme der ehrwürdigen Leiche wür dig zubereitet war. Unterdessen stand eine Blutsverwandte bei der Verstorbenen, die einen bewegungslosen Arm hatte. Während diese sich nun bemühte, den Hals der Verwandten zu umfassen, fühlte sie plötzlich, daß in ihren erstorbenen Arm Leben zurückkehre; mit großer Freude zeigte sie denselben Allen, und denselben nach Belieben hin und her bewegend, verbreitete sie das Wunder, das man mit einem allgemeinen Jubel wahrnahm. Auch später noch ereigneten sich viele Wunder bei ihrem Grabe, nach deren genauen Prüfung i. J. 1627 Urban VIII. gestattete, Rita als »Selige« zu verehren. Auch in Deutschland ist eine »kurze Lebensverfassung« der Seligen zu Regensburg im J. 1708 erschienen, welche wir hier benützt haben. Auf Bildnissen findet sich meistens das oben erzählte wunderbare Begebniß der Verwundung ihrer Stirne dargestellt. Das Mart. Rom. nennt sie ebenfalls am 22. Mai. (V. 223.)&lt;br /&gt;
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&amp;#039;&amp;#039;(Quelle: nach Vollständiges Heiligen-Lexikon von J.E. Stadler, F.J.Heim und J.N. Ginal, Augsburg 1858-1882, digitalisiert und mit freundlicher Genehmigung von Digitale Bibliothek, Verlag Directmedia Publisching GmbH, CD DB 106, http://www.zeno.org, von FJM überarbeitete Fassung)&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Heilige]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Hannelore1981</name></author>
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